AT: ÖGK zu Leistungsharmonisierung in der Wundversorgung bereit

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5. Dialogforum der Initiative Wund?Gesund! mit ÖGK-Obmann Huss

Effizientes und innovatives Wundmanagement beschleunigt den Heilungsprozess, reduziert Kosten und steigert das Patientenwohl. In diesem Sinne organisierte die Initiative Wund?Gesund! — erstmals virtuell — ihr bereits 5. Dialogforum. Zahlreiche Anwesende konnten sich einen guten Überblick über den Ist-Stand der Wundversorgung in Österreich verschaffen und nutzten die Möglichkeit mit Andreas Huss, MBA, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), über die Zukunft der Wundversorgung zu diskutieren.

Harmonisierung der Leistung bei gleichzeitig optimaler und moderner Wundversorgung

Mit seinem Vortrag zum Thema „Herausforderungen und Verbesserungspotenziale in der Wundversorgung – unter Berücksichtigung der Veränderungen durch die COVID-19-Pandemie“ lieferte der Impulsgeber des Abends Andreas Huss, die Grundlage für eine interessante Diskussion und betonte die Bedeutung des Dialogforum Wund?Gesund! für diesen wichtigen Austausch. „Für mich ist es in erster Linie wichtig, mit Partnerinnen und Partnern, Selbsthilfegruppen aber auch Herstellern von Medizinprodukten im regelmäßigen Austausch zu sein und zu erfahren, welche neuen Anwendungsmöglichkeiten und Therapieoptionen vorhanden sind und was die Versicherten sowie diejenigen, die in der Wundversorgung tätig sind, benötigen. Ich halte es daher für sehr sinnvoll, sich mit Stakeholdern über entsprechende Wünsche, Ideen und Vorstellungen auszutauschen“, erklärte Huss. In seinem Vortrag präsentierte Huss auch seine Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Versorgung für die Versicherten in der Wundversorgung. „Die ÖGK hat beim Thema Wundversorgung noch Aufholbedarf. Wenn die ÖGK aber einen Sinn und Zweck hat, dann ist es das Ziel, ein einheitliches Versorgungssystem in allen Bereichen der Versorgung herzustellen. Einen wesentlichen Bereich nimmt hier selbstverständlich auch die Wundversorgung ein“, betonte der Obmann der ÖGK. Um für die österreichweite Harmonisierung all dieser Leistungen der Wundversorgung die nötige Expertise zu haben, um entsprechende Schritte und Ziele setzen zu können, setze man in der ÖGK auf die Eingliederung des Competence Center Heilbehelfe und Hilfsmittel in die ÖGK. Die Harmonisierung soll auch zum Anlass genommen werden, den Produktkatalog zu überarbeiten. Da Betroffene unterschiedliche Bedürfnisse haben, soll, so Huss, aber die Produktvielfalt im Sinne einer optimalen und modernen Wundversorgung weitgehend erhalten bleiben – ein Anliegen, dass auch die Initiative Wund?Gesund! vehement vertritt.

„Durch ein effizientes und innovatives Wundmanagement kann der Genesungsprozess beschleunigt, (Folge)Kosten reduziert und das Patientenwohl um ein Vielfaches gesteigert werden“, erklärte Mag. Philipp Lindinger, Sprecher der Initiative Wund? Gesund!. „Zudem kann eine Verbesserung Lebensqualität durch die Minimierung der Geruchsbelästigung und Schmerzen beim Verbandswechsel sowie der Förderung der gesellschaftlichen Reintegration durch geringere Einschränkungen im täglichen Leben verbessert werden“, ergänzte Mag. Martina Laschet, Sprecherin der Initative Wund?Gesund!.

Über die Initiative Wund?Gesund!

Die Initiative Wund?Gesund! ist ein Zusammenschluss von Medizinprodukte-Unternehmen aus dem Bereich Verbandstoffe und Kooperationspartnern aus dem Gesundheitswesen. Es werden laufend Aktivitäten gesetzt, um die korrespondierende Patientenversorgung zu optimieren. Die Initiative Wund?Gesund! will daher verstärkt über Chancen und Möglichkeiten einer modernen Wundmedizin aufklären und mehr Transparenz im Bereich Verbandstoffe für die optimale Patientenversorgung erreichen. www.wund-gesund.at

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)