AT: ÖAAB: Das Pflege-Paket kann sich sehen lassen – Die Zukunft der Pflege in Österreich ist gesichert

ÖAAB

Ein wesentlicher Schritt für uns alle und insbesondere für die ältere Generation, so Zarits

„Als christlich-soziale Arbeitnehmerbewegung ist es unsere Pflicht, bereits heute an morgen zu denken. Dies ist gerade im Pflegebereich wesentlich. Pflege ist keine reine Versorgungsfrage, sondern eine Frage der Menschlichkeit. Wir müssen ein Pflegesystem schaffen, das es jeder und jedem Einzelnen ermöglicht, im Alter würdevoll zu leben und die optimale Betreuung zu bekommen. Mit dem heute präsentierten Pflege-Paket ist dies für uns alle und insbesondere für die ältere Generation gelungen. Eine Reform, die sich sehen lassen kann, eine Reform in Sinne der Pflegebedürftigen aber auch der pflegenden Angehörigen“, zeigt sich ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Christoph Zarits nach der Präsentation erfreut.

„Dass die Pflege DIE soziale Frage des 21. Jahrhunderts ist, darüber sind sich Experten, Wissenschaftler und auch die Politiker seit Jahren einig. Und dennoch hat in den vergangenen Jahren der Mut gefehlt, die drängenden Probleme in diesem Bereich anzugehen. Doch heute hat die Bundesregierung einmal mehr gezeigt, dass ihr die Menschen am Herzen liegen und hat eine nachhaltige Lösung auf den Tisch gelegt“, so der ÖAAB-Generalsekretär weiter.

„Dass die Bundesregierung am internationalen Tag der Pflege die größte Pflegereform der vergangenen Jahrzehnte präsentiert, ist ein klares Zeichen, dass ihr die Anliegen der Menschen wichtig sind. Das Paket umfasst insgesamt über 20 Maßnahmen mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro für den Pflegeberuf, die Ausbildung sowie für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Alles Maßnahmen und Angebote, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und das Pflegesystem langfristig reformieren. Für uns als Arbeitnehmervertretung sind gerade die Bedingungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Pflegebereich wesentlich. Gerade während der Corona-Krise hat es sich gezeigt, wie wichtig die Pflegekräfte sind und es war klar, dass es notwendig ist, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Mehr Gehalt für jede einzelne Beschäftigte und jeden einzelnen Beschäftigten und eine zusätzliche Entlastungswoche ab dem 43. Lebensjahr, aber auch die Pflegelehre, zusätzlich geförderte AMS-Ausbildungsplätze und Erleichterungen für pflegende Angehörige sorgen dafür, die Pflege zu attraktivieren. Kurz: Ein Paket, das sich sehen lassen kann! Ein besonderer Dank gilt unserem Bundesobmann, ÖVP-Klubobmann und Sozialsprecher August Wöginger, der dieses größte Reformpaket der vergangenen Jahrzehnte mit auf den Weg gebracht hat und dabei immer die Anliegen der Menschen im Auge gehabt hat, mit dem klaren Ziel: Handeln wir jetzt für später“, so Zarits abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)