AT: Norbert Hofer zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

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Menschen mit Behinderung sollen in der Corona-Pandemie nicht vergessen werden.

Heute ist „Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung“. Seit 28 Jahren wird an diesem Tag der Fokus auf die Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung gerichtet. „Heuer ist der Tag doppelt so wichtig. Corona und die daraus folgenden Maßnahmen haben die Inklusion zusätzlich erschwert. Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung ist so schon überdurchschnittlich hoch, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben oft nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die Pandemie hat die Situation verschärft.“, so der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer.

Inklusion ist ein Menschenrecht und in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen geregelt. Sie hat zum Ziel, dass alle Menschen in einer Gesellschaft gleichberechtigt nebeneinander leben. Menschen mit Behinderung sollen dazugehören, teilhaben und selbst bestimmen können in allen Lebensbereichen wie Arbeit, Bildung, Wohnen und Freizeit. Auch während der Corona-Krise, fordert Hofer, soll dies gewährleistet werden. „Menschen mit Behinderung müssen zahlreiche Dinge mit doppelter und dreifacher Anstrengung erledigen. Viele haben einen langen und steinigen Weg zurückgelegt und sich wieder ins Leben kämpfen müssen.“, erklärt der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer, der seit dem 11. August 2003 selbst dem Kreis der Menschen mit Behinderung angehört.

Es war ein Unfall beim Paragleiten in der Steiermark, der das bisherige Leben Norbert Hofers auf den Kopf stellte. Der steinige Weg führte -beginnend von der ersten Diagnose, in der ihm ein Leben im Rollstuhl attestiert wurde – über jahrelanges Reha-Training zurück ins Berufsleben: „Es war eine harte Prüfung und die Umstellung nicht leicht, aber sie war eine Lektion fürs Leben.“ Daher richtet der Dritte Nationalratspräsident einen Appell an die Entscheidungsträger: „Vergessen wir bei den politischen Entscheidungen, die vor allem jetzt in der Pandemie getroffen werden, nicht auf die rund 1,4 Million Menschen mit Behinderung, die in Österreich leben.“

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)