AT: Neue Studie zeigt Verbesserungsbedarf in der Behandlung von Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria auf

© Thomas Haidn

Wien (OTS) –

  • Durchschnittlich leben Patienten zwei Jahre mit den Symptomen bis zur korrekten Diagnosestellung und dem Behandlungsbeginn (1)
  • Trotz der gängigen Behandlung mit Antihistaminen leidet fast jeder zweite Patient weiterhin an mittelschweren bis schweren Symptomen, wie juckenden Quaddeln und/oder Angioödemen (1)

Eine neue, von Novartis anlässlich des Welt-Urtikariatages am 1. Oktober vorgestellte Studie zeigt, dass eine ungenügend kontrollierte chronisch spontane Urtikaria (csU, Nesselsucht) großen negativen Einfluss auf das tägliche Leben der Betroffen hat. Die „ASSURE-CSU“-Studie schloss 673 Patienten in sieben Ländern ein, deren Diagnosestellung durchschnittlich fünf Jahre zurücklag. Allein der Weg bis zur korrekten Diagnose war für die Betroffenen ein langer: im Durchschnitt vergingen zwei Jahre bis eine chronische spontane Urtikaria endlich diagnostiziert wurde. 49% der csU-Patienten waren unterbehandelt und hatten trotz Therapie mittelschwere bis schwere Symptome, 66% davon auch Angioödeme1. Bei jedem fünften Patienten fielen Fehlzeiten in der Arbeit aufgrund der Erkrankung an.

CsU ist eine quälende Hautkrankheit, die spontan erscheint und juckende Quaddeln und/oder schmerzhafte Angioödeme (Wasseransammlung im Gewebe, die zu einer plötzlichen Schwellung der tieferen Hautschichten führt) verursacht, und länger als sechs Wochen verläuft(2). Das Ziel der Behandlung ist eine Symptomfreiheit (3,4): „Der Patient sollte von quälendem Juckreiz und der Angst vor wiederkehrenden Angioödemen befreit werden. Dieses Ziel ist fast immer realisierbar und auch sinnvoll, da die Lebensqualität sonst erheblich beeinträchtigt wird. Die auf Symptomfreiheit abzielende csU-Therapie ist dreistufig angelegt. Stufe 1 ist die Gabe von H1-Antihistaminika der zweiten Generation und zwar vorerst in einfacher Dosis. Bleiben die Symptome manifest oder ist nur ein unzureichendes Ansprechen zu beobachten, kann die Dosis als Nächstes auf das bis zu Vierfache erhöht werden. 55 Prozent der Patienten werden mit dieser Behandlung symptomfrei. Seit der Einführung eines humanisierten Anti-IgE-Antikörpers gibt es auch für jene Patienten, bei denen Antihistaminika nicht den gewünschten Erfolg zeigen bzw. die Histamin-Rezeptorblocker nicht vertragen, Hoffnung auf vollständige Symptomfreiheit“, bestätigt OA Dr. Martin Zikeli, Leitender Oberarzt der Allergieambulanz und Kinderhautambulanz im Landesklinikum Wiener Neustadt. Die neuen Studiendaten zeigen leider auf, dass dieses Ziel für die Hälfte der Patienten noch nicht erreicht wurde.

Über die ASSURE-CSU-Studie

ASSURE-CSU ist eine internationale Anwendungsbeobachtung, die 673 erwachsene Patienten einschloss, deren Symptome trotz Behandlung für zwölf Monate oder länger bestanden. Die Studie sammelte von Patienten gemeldete Symptome zu Urtikaria und Angioödemen, Lebensqualität, Arbeitsproduktivität und Einschränkungen in ihren Aktivitäten sowie Patientendaten aus Krankenakten. Durchgeführt wurde die Studie in Krankenhäusern in Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien und dem Vereinigten Königreich im Zeitraum von Oktober 2013 bis Mai 2015.

Über Novartis

Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis, mit Hauptsitz in Basel (Schweiz), verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen: mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie Biopharmazeutika und Produkten für die Augenheilkunde. Novartis hat weltweit führende Positionen in diesen Bereichen inne. Im Jahr 2016 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 48,5 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,0 Milliarden aus. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 119 000 Mitarbeitende (Vollzeitstellenäquivalente). Die Produkte von Novartis werden in rund 155 Ländern weltweit verkauft. Weitere Informationen finden sich im Internet unter https://www.novartis.com.

Über Novartis in Österreich

Die österreichische Novartis Gruppe ist das größte Pharmaunternehmen des Landes und gliedert sich in die Geschäftsbereiche innovative Medikamente (Pharmaceuticals, Oncology), Generika (Sandoz) und Augenheilkunde (Alcon). Mit 100 laufenden klinischen Studien, die rund 3.000 Patienten einschließen, investiert Novartis stark in den Wissenschaftsstandort Österreich. Die Tiroler Novartis-Standorte Kundl und Schaftenau, sowie das in Oberösterreich gelegene Werk in Unterach am Attersee gehören außerdem zum globalen Netzwerk der Forschungs- und Entwicklungszentren des Unternehmens. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.novartis.at

Referenzen:

  1. Maurer M et al. The burden of chronic spontaneous urticaria in substantial: Real-world evidence from ASSURE-CSU. Allergy 2017. Advanced online publication. DOI:19.111/all.13209.
  2. Saini S, Bindslev-Jensen C, Maurer M et al. Efficacy and Safety of Omalizumab in Patients with Chronic Idiopathic/Spontaneous Urticaria Who Remain Symptomatic on H1 Antihistamines: A Randomized, Placebo-Controlled Study. J Investigative Dermatology 2014;135:67-75.
  3. Zuberbier T et al. The EAACI/GA(2) LEN/EDF/WAO Guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria: the 2013 revision and update. Allergy 2014; 69(7):e1-29.
  4. Maurer M et al. Unmet clinical needs in chronic spontaneous urticaria. A GA2LEN task force report. Allergy 2011; 66: 317-330.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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