AT: Neue globale Umfrage zeigt: Große Wissenslücken und Unsicherheit bei vielen Eltern bezüglich Meningokokken-Meningitis und Impfschutz

(C) GSK

Wien (OTS) – Bei Eltern auf der ganzen Welt herrscht Unklarheit und Unsicherheit über den größtmöglichen Schutz vor den fünf häufigsten Arten von Meningokokken-Meningitis, so das Ergebnis einer neuen globalen GSK-Umfrage(1), die im Rahmen des Welt-Meningitis-Tag veröffentlicht wurde.

Online Umfrage in zehn Ländern

GSK führte eine Online-Umfrage in zehn Ländern mit 2.602 Eltern durch, die von Meningitis wissen, keine Impfstoffgegner sind und sich für die Teilnahme an der Umfrage entschieden haben. Die neuen Ergebnisse, die GSK heute im Rahmen der Beobachtungen zum Welt-Meningitis-Tag veröffentlicht hat, zeigen, dass nur die Hälfte der Umfrageteilnehmer wusste, dass es mehrere Meningokokken-Serogruppen gibt. Noch weniger – nur jeder dritte – wusste von der Existenz eines Impfstoffs gegen Meningokokken B. Meningokokken B ist die Serogruppe, die für die meisten Meningitis-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern in westlichen Ländern verantwortlich ist.(2)

Die MeningokokkenB Impfung ist, im Vergleich zu den anderen Meningokokken Impfstoffen, die jüngste, da sie erst vor wenigen Jahren eingeführt wurde. In Österreich ist die MenB Impfung bereits seit mehreren Jahren Teil der nationalen Impfempfehlungen, die Kosten werden jedoch nicht übernommen. Derzeit sind Einzelimpfstoffe gegen Meningokokken B und Meningokokken C sowie Kombinationsimpfstoffe gegen Meningokokken ACWY verfügbar.

Impfstatus der Kinder unklar

Die Umfrage untersuchte die Gründe, warum die Teilnehmer ihre Kinder nicht gegen Meningokokken B impfen und betonte, dass vielen Eltern der Impfstatus ihrer Kinder unklar ist oder dass sie davon ausgehen, dass sie bereits vor Meningokokken B geschützt sind. Von den Befragten, deren Kind gegen Meningokokken geimpft wurde, wussten drei von fünf nicht, welchen Meningokokken Impfstoff ihr Kind erhalten hatte. Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Aufklärung über mögliche Impfoptionen.

„Millionen fürsorglicher Eltern auf der ganzen Welt haben keine Ahnung, dass ihre Kinder nicht mit allen verfügbaren Meningokokken Impfstoffen geimpft wurden“, sagt GSK Chief Medical Officer Dr. Thomas Breuer. „GSK unterstützt den Welt-Meningitis-Tag, indem wir auf die neuesten Fortschritte in der Impfstoffforschung aufmerksam machen, die zum Schutz vor Meningokokken-Meningitis beitragen können – einer seltenen, aber potenziell sehr schweren Krankheit.“

An der GSK-Umfrage nahmen Eltern aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Griechenland, den Vereinigten Staaten, Australien, Brasilien und Argentinien teil. Die Ergebnisse zeigten, dass die Länder mit dem höchsten Bekanntheitsgrad eines Impfstoffs gegen Meningokokken B Italien mit 59 Prozent und Spanien mit 52 Prozent waren.

Invasive Meningokokken-Erkrankungen (IMD) sind selten, mit länderspezifischen Raten von 0,1 bis 2,4 Fällen pro 100.000 Einwohner.2 Diese potenziell schwere und unvorhersehbare Krankheit kann jedoch in nur 24 Stunden tödlich verlaufen.(3,4)

Abb1.

Meningitis in Österreich

In Österreich werden jährlich etwa 20 bis 100 Erkrankungsfälle (ca. 50-74 % durch Meningokokken der Gruppe B und 10-30 % durch Meningokokken der Gruppe C) registriert. Von 2008 bis 2017 wurden in Österreich 594 invasive Meningokokken-Erkrankungen gemeldet, darunter 67 Todesfälle (Letalität 11,3%). 2017 wurden in Österreich insgesamt 20 Meningokokken-Erkrankungen (5 Todesfälle) beobachtet, davon wurden 12 Fälle verursacht durch Meningkokken der Serogruppe B.(7)

„Erst seit wenigen Jahren gibt es eine Impfung gegen die Meningokokken-Serogruppe B. Dies ist der Stamm, der in Österreich die meisten Erkrankungsfälle auslöst. Daher wissen viele Eltern – gerade von größeren Kindern – noch gar nicht über die Möglichkeit der Impfung Bescheid.“, so DI Ulrike Laaha, Therapy Area Lead Impfstoffe, GSK Österreich.

Über die Umfrage

  • Die Umfrage wurde online mit 2.602 Eltern (oder Erziehungsberechtigten) von Kindern im Alter zwischen 2 Monaten und 20 Jahren (zwischen 5 und 20 Jahren in Italien und Großbritannien und zwischen 10 und 20 Jahren in den USA) durchgeführt.
  • Um sich für die Teilnahme an der Vollerhebung zu qualifizieren, mussten die Eltern Entscheidungsträger für die Impfung ihres Kindes(er) sein und sich der Meningitis bewusst sein.
  • Impfstoffskeptische Eltern und Eltern, die in der Werbung, Marktforschung oder der Pharmaindustrie tätig sind, wurden nicht berücksichtigt.
  • Die Stichprobe in jedem Land umfasste 70% Frauen und 30% Männer.

Über die Meningokokken-B-Krankheit

Die invasive Meningokokken-B-Krankheit (allgemein bekannt als MenB) ist in den meisten Industrieländern die Hauptursache für lebensbedrohliche Meningitis.2 Die invasive Meningokokken-B-Krankheit ist selten, entwickelt sich jedoch schnell, typischerweise bei zuvor gesunden Kindern und Jugendlichen, und führt zu hoher Morbidität und Mortalität. Erste Symptome können oft an Grippe erinnern, was die Diagnose erschwert. Etwa jeder Zehnte, der erkrankt, stirbt an der Infektion, auch bei entsprechender Behandlung. Darüber hinaus können etwa 20 Prozent der Überlebenden eine schwere körperliche oder neurologische Behinderung erleiden (mputationen, Verlust des Hörvermögens oder epileptische Anfälle).(5,6)

Über Meningitis und Sepsis

Meningitis ist die Entzündung der Gehirnhaut (Meningen), der Bindegewebsschichten, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben.4 Die Entzündung kann sehr schwerwiegend sein, wenn sie nicht schnell behandelt wird, mit dem Potenzial zu lebensbedrohlichen Blutvergiftungen (Sepsis), dauerhaften Schäden am Gehirn oder an den Nerven, Verlust von Gliedmaßen und in einigen Fällen zum Tod zu führen. Im Frühstadium der Erkrankung kann es sehr schwierig sein, Meningitis und Sepsis von leichteren Erkrankungen zu unterscheiden.

Es gibt sechs Hauptgruppen, die zu Meningokokken-Epidemien führen können – die Meningokokken-Stämme A,B,C,W,X und Y. Impfstoffe sind verfügbar, um vor einigen der Stämme zu schützen, aber kein einziger Impfstoff schützt vor allen Stämmen. Meningitis und Sepsis können innerhalb von Stunden zum Tod führen, weshalb es wichtig ist, sich der Symptome bewusst zu sein und entsprechend zu handeln.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand an Meningitis oder Sepsis leidet, müssen Sie Ihrem Instinkt vertrauen und sofort die nächste medizinische Hilfe aufsuchen. Die Symptome einer Meningitis können sich schnell entwickeln. Die ersten Symptome sind in der Regel Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen und Unwohlsein. Gliederschmerzen, blasse Haut und kalte Hände und Füße treten oft früher auf als der Ausschlag (der nicht verblasst, wenn ein Glas darüber gerollt wird), Nackensteifigkeit, Abneigung gegen helle Lichter und Verwirrung.

Der Welt-Meningitis-Tag soll das Bewusstsein für die Krankheit und darauf, wie man die ersten Anzeichen und Symptome erkennt, schärfen.

„Meningitis und Sepsis sind tödliche Krankheiten, die ohne Vorwarnung zuschlagen und den Überlebenden eine Reihe von lebensverändernden Problemen bereiten können. Impfungen sind der einzige zuverlässige Weg, um sie zu verhindern“, sagt Linda Glennie, Forschungsdirektorin der Meningitis Research Foundation. „Wir ermutigen alle Eltern, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder vollständig geimpft sind, um ihre Familien zu schützen. Meningokokken-Impfstoffe bieten Schutz, decken aber nicht alle Stämme ab. Deshalb ist es auch sehr wichtig, die Symptome zu kennen.“

Über die Meningitis Research Foundation

Diese gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, um in der Öffentlichkeit, bei Angehörigen des Gesundheitswesens und Forschern, das Bewusstsein für die Krankheiten, Prävention, Frühdiagnose und Behandlung zu fördern und zu schärfen. Die MRF leistet auch direkte Unterstützung und kontinuierliche persönliche Hilfe für Betroffene und Familien, sei es bei Beeinträchtigungen durch die Krankheiten oder bei der Bewältigung des Todes eines geliebten Menschen. Nähere Informationen unter www.meningitis.org.

GSK setzt sich für die Aufklärung zur Meningokokken-Meningitis und Schutzmaßnahmen ein – auch in den sozialen Medien. Erst kürzlich mit einem Blogger Event für moderne Disease Awareness. Nähere Informationen erhalten Interessierte auf www.meningokokken-erkrankung.at, auf https://www.facebook.com/MeinBabyUndMeningokokken/, sowie direkt beim Kinderarzt.

Referenzen

* Die Umfrage umfasste nur Eltern, die von Meningitis wissen, die keine Impfstoffgegner sind und sich für die Teilnahme an der Umfrage entschieden haben.

1. Data on File: GSK meningitis parent vaccine awareness survey 2018 (Ref: 2019N402242_00)

2. 2016 ECDC report: invasive meningococcal disease

3. Thompson MJ et al. Lancet 2006;367:397–403

4. World Health Organization (WHO), 2018. Meningococcal meningitis. Fact sheet no. 141. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs141/en (accessed April 2018)

5. Viner RM et al. Lancet Neurol 2012;11:774‒783

6. Sadarangani M et al. Clin Infect Dis 2015;60:e27–35

7. Österreichischer Impfplan 2019 (abgerufen auf www.sozialministerium.at am 20.1.2019)

GSK – one of the world’s leading research-based pharmaceutical and healthcare companies – is committed to improving the quality of human life by enabling people to do more, feel better and live longer. For further media queries contact Teresa Bruce, Director of Global Vaccine External Communications at

Markus Golla
Über Markus Golla 4349 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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