AT: Neue App für interaktives SARS-CoV-2 Training

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Wiener Digitalagentur ovos entwickelt Gaming-App für den Arbeitsalltag im Gesundheitsbereich

Wien (OTS) – Die Wiener Digitalagentur ovos hat in Zusammenarbeit mit ExpertInnen der Medizinischen Universität Wien und der Vinzenz Gruppe eine interaktive Trainings-App zum Schutz vor Infektionen mit COVID-19 für die MitarbeiterInnen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen entwickelt. „Mit der COVID-19-Trainingsapp bieten wir eine Trainingslösung mit der neuesten Lerntechnologie, mit der zeitsparend, flexibel und flächendeckend geschult werden kann. Wir möchten damit einen Beitrag zur Unterstützung und Sicherheit der HeldInnen im Gesundheitsbereich leisten”, erklärt Jörg Hofstätter, Geschäftsführer von ovos zu den Hintergründen der App.

Zielgruppe und Inhalte

Die aktuelle Pandemie führte zu einer massiven Verschärfung von Hygiene- und Verhaltensregeln und einem erhöhten Schulungsaufwand für die ohnehin schwer unter Druck stehende Belegschaft in Krankenhäusern. Die App “COVID-19 im GESUNDHEITSBEREICH” ist für alle MitarbeiterInnen des ambulanten und stationären Bereichs, sowie externe Partnerfirmen in Gesundheitseinrichtungen geeignet. Im Rahmen einer Anforderungsanalyse mit zahlreichen Stakeholdern wie VirologInnen und COVID-19-Verantwortlichen wurden 4 Kernzielgruppen definiert: das ärztliche Personal, Pflege- und Therapieberufe, Assistenzberufe und Reinigungskräfte bzw. externe Partnerfirmen.

Der Fokus war eine App zu entwickeln, die praxisorientiert, einfach zu handhaben und auf dem neuesten medizinischen Stand ist. Das Training beginnt mit allgemeinen Informationen zu COVID-19, Hygienemaßnahmen, psychologischen Hilfestellungen und dem Kontaktmanagement. Spezifischer wird es mit Falldefinitionen, praxisrelevanten Szenarien und Checklisten, Video-Tutorials zur Handhabung der persönlichen Schutzausrüstung u.v.m. Somit kann eine nachhaltige Wissensfestigung für alle MitarbeiterInnen gewährleistet werden. Die hausspezifischen Inhalte können von den einzelnen Gesundheitseinrichtungen mithilfe eines niederschwelligen Redaktionssystems einfach angepasst werden.

„Corona ist eine besondere Herausforderung für Forschung und Lehre an der Medizinischen Universität Wien – eine innovative Schulungs-App ist von großem Nutzen für unsere Studierenden und MitarbeiterInnen am Comprehensive Center for Pediatrics“, so Univ. Prof. Dr. Angelika Berger, Medizinische Universität Wien – Leiterin des Comprehensive Centers for Pediatrics und innerhalb der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, die Leiterin der Klinischen Abteilung für Neonatologie.

Das Projekt “COVID-19 im Gesundheitsbereich”

Die Digitalagentur ovos hat in Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien und der Vinzenz Gruppe das Trainings- und Informationssystem entwickelt. Das Projekt wird von der Wirtschaftsagentur Wien gefördert.

Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, über die Zusammenarbeit: „Die Vinzenz Gruppe und ihre Krankenhäuser suchen immer Antworten auf Probleme, für die es im Gesundheitswesen noch keine Lösung gibt. Deshalb unterstützen wir gerne Innovationen wie die Hygiene-Trainings-App, die einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit unserer Mitarbeitenden leisten kann”.

Die Hygieneschulung steht in Form einer multiplattform-fähigen Anwendung (Android, iOS und Web) zur Verfügung. Die App, die auf szenario-basiertes, spielerisches Lernen setzt, wurde in Zusammenarbeit mit Game-DesignerInnen, VirologInnen und MedizinerInnen gestaltet.

Gefahren durch mangelnde Hygieneschulungen in Krankenhäusern

Das Ziel des Projekts ist die flächendeckende und effiziente Schulung unter Schonung der Personalressourcen. Verzögerungen der Umsetzung von Hygienemaßnahmen können durch fehlende und unübersichtliche Informationen oder mangelnde Schulungen entstehen. Die Gefahr besteht, erkrankte Personen nicht rasch genug oder nicht ausreichend zu isolieren. Gerade für PatientInnen mit Vorerkrankungen, geschwächtem Immunsystem, chronisch Kranke oder frisch Operierte stellt das Virus eine besondere Bedrohung dar.

Die besser eingehaltenen Hygienerichtlinien wirken sich auch positiv auf die Verfügbarkeit des Personals aus, was in weiterer Folge einer Überlastung des Gesundheitswesens entgegenwirken kann. Der Ausfall hochspezialisierter Schlüsselpersonen aus der klinischen Routine durch Quarantäne oder Erkrankung an COVID-19 könnte für die Behandlung von PatientInnen, die nicht COVID-19 infiziert sind, schwere Folgen haben.

Markus Golla
Über Markus Golla 9096 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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