AT: Nach dem Virus ist vor dem Virus

Wohin mit den ganzen hochinfektiösen medizinischen Abfällen? Ein österreichisches Unternehmen ist hier weltweit gefragter Partner.

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Neuhaus/Klausenbach (OTS) – Corona, Influenza, SARS, MERS usw: Gefährliche Keime stellen die globalen Gesundheitssysteme mittlerweile regelmäßig vor neue Herausforderungen. Werden die Krankheiten rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen durch Notfallpläne und durch modernste Medizin erfreulich gut. Was aber passiert mit den kontaminierten medizinischen Abfällen, die nicht minder gefährlich sind?

In der aktuellen Situation beherrscht das Coronavirus den Alltag in vielen Ländern. Bestätigt sich ein Verdachtsfall, tritt gemäß einem staatlichen Seuchenschutzplan eine penible Reaktionskette in Kraft, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Der Erkrankte wird umgehend isoliert und in der Quarantäne laufend Tests unterzogen. In Krankenhäusern fallen so täglich große Mengen an gefährlichen Abfällen an. Ob Injektionsnadeln, Kanülen, Handschuhe oder sonstige gebrauchte Gegenstände: Kamen diese einmal in Kontakt oder nur in die Nähe eines Infizierten, müssen sie umgehend keimtötend entsorgt werden.

Dampfdichte Abfall-Maschinen für Spitäler, Institute und AKWs.

Am Beginn dieser Entsorgungskette steht das Zerkleinern („Shreddern“) der oft sperrigen und kontaminierten Abfälle. Kanister, Blut- und Urinbeutel, Schutzanzüge und Masken, gepaart mit großen Mengen an Spritzen und weiteren Abfällen sind schlichtweg zu groß, um schnell und wirtschaftlich transportiert und vernichtet werden zu können.

Hierzu bedarf es als ersten Schritt Hochleistungs-Abfall-Zerkleinerer, welche aus dem Sperrgut binnen kürzester Zeit kleinste Teile bis zum Granulat machen. Auf Grund der hohen Infektionsgefahr werden die Shredder-Aufgabetrichter automatisch befüllt. Während des Zerkleinerns des kontaminierten Abfalls entstehen Staub und Dämpfe, deren Mikropartikel ebenso hochinfektiös sind. Zudem muss gesichert sein, dass keine Flüssigkeiten austreten können. Somit ist binnen kürzester Zeit die gesamte Maschine gefährlich kontaminiert. Um die Umgebung vor Verseuchung zu bewahren, werden diese Schredder mit heißem Dampf sterilisiert. Dazu müssen die Maschinen absolut flüssigkeits- und dampfdicht sein, denn austretende Stoffe würden eine erneute gefährliche Infektionsquelle darstellen.

Das österreichische Unternehmen WAGNER SHREDDER ist für derartige Herausforderungen weltweit führend am Markt. Seit über 40 Jahren baut das kleine Unternehmen aus dem südlichsten Teil des Burgenlands individuelle Shredder auf höchstem Niveau.

Zahlreiche internationale Spitäler und weltweite Kunden wie das Paul Scherrer-Institut Schweiz, die OMV oder Recyclingbetriebe für Atomkraftwerke arbeiten mit den Lösungen aus der vielfach prämierten Maschinen-Manufaktur in Neuhaus am Klausenbach.

„Aktuell merken wir ein erhöhtes Interesse auf Grund des gefährlichen Coronavirus. Auf Grund der individuellen Anforderungen der Kunden entwickeln, konstruieren und fertigen wir Maschinen, die exakt und optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind. Diese Flexibilität macht uns zum gefragten Global Leader in diesem Bereich“, erklärt Geschäftsführer Andreas Wagner.

Sobald die Abfälle in den dampfdichten Shreddern minimal zerkleinert sind, wird das Granulat umgehend verbrannt.

Mehr Infos unter www.wagner-shredder.com

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)