AT: Mückstein: Sicherstellung der Lebensqualität älterer Menschen auf allen Ebenen erforderlich

(c)Stefanie Freynschlag

Sozialminister zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober

Wien (OTS) – Anlässlich des morgigen Internationalen Tages der älteren Menschen unterstreicht Sozialminister Dr. Wolfgang Mückstein die Notwendigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen. Gerade in der Pandemie habe sich gezeigt, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um ein Altern in Würde sicherzustellen.

Österreich nimmt in diesem Bereich im internationalen Vergleich bereits eine Vorreiterrolle ein. Das zeigt sich auch an der aktuell laufenden Überprüfung und Bewertung der Umsetzung des Weltaktionsplans zum Altern, die im Rahmen der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) durchgeführt wird. „Dennoch dürfen wir uns nicht auf den in den vergangenen Jahren und Jahrzenten erzielten Erfolgen ausruhen. Eine weitere Sicherstellung der Lebensqualität älterer Menschen auf allen Ebenen ist erforderlich“, betont Mückstein.

Maßnahmen und Anstrengungen zu Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen stehen auch in engem Bezug zu den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG), die als Kompass für ein nachhaltiges Miteinander das Ziel haben, niemanden zurückzulassen. Umfasst sind hier insbesondere die SDGs 1 (keine Armut), 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 4 (hochwertige Bildung), 5 (Geschlechtergerechtigkeit) und 10 (weniger Ungleichheiten).

Neben gesundheitspolitischen Aspekten ist ein zentrales Anliegen für Sozialminister Mückstein die weitere Verbesserung der ökonomischen und sozialen Lebenssituation von Pensionist:innen. Er verweist hier unter anderem auf die im September beschlossene Pensionserhöhung 2022. Damit werden kleinste und kleine Pensionen überdurchschnittlich angehoben und der Ausgleichszulagen-Richtsatz um 3 Prozent erhöht.

Pflege und Betreuung zählen aufgrund ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung sowie demographischer Entwicklungen zu den größten sozialen Herausforderungen der Zukunft. Mit dem Pilotprojekt Community Nursing startet diesen Herbst der erste wichtige Baustein zur Weiterentwicklung der Pflegevorsorge. Community Nurses sind zentrale Ansprechpersonen für Betroffene, die niederschwellig, regional, wohnortnah und bedarfsorientiert Unterstützung anbieten können. Sie übernehmen die Vernetzung zwischen Menschen und Leistungserbringer:innen sowie die Koordination diverser Leistungen, Therapien und sozialen Dienstleistungen. Darüber hinaus spielen sie eine zentrale Rolle im Präventionsbereich. Insgesamt sind 150 Pilotprojekte geplant, sie werden mit 54 Mio. € aus der Aufbau- und Resilienzfazilität der Europäischen Union gefördert.

„Auch das Thema ‚Einsamkeit im Alter‘ stellt ein sich verschärfendes Problem dar –schon vor der Pandemie. Künftige Maßnahmen müssen daher auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und des freiwilligen Engagements abzielen, um ein fürsorgliches Miteinander in Österreich flächendeckend zu gewährleisten“, unterstreicht Mückstein. Die Förderung tragfähiger sozialer Netzwerke und die Sicherstellung sozialer Teilhabe stellen die Grundvoraussetzung für Lebensqualität sowie physische und psychische Gesundheit dar und wirken Einsamkeit und sozialer Isolation entgegen.

„Die Sicherung der Teilhabe von älteren Menschen an allen Bereichen auf allen Ebenen ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit, die auch die Teilhabe am technischen Fortschritt im Bereich der digitalen Medien umfasst“, erklärt der Sozialminister. Seit vielen Jahren setzt Österreich vielfältige Maßnahmen zum Schwerpunkt ältere Menschen und digitale Medien. „Es wird weiterhin erforderlich sein, ausreichende und differenzierte Maßnahmen zu setzen, um mit der digitalen Entwicklung Schritt zu halten und die Teilhabe älterer Menschen am technischen Fortschritt auch künftig sicherzustellen“, so Mückstein.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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