AT: Miteinander in Zeiten von Covid19: Mitarbeiter*innen der Pflege- und Betreuungszentren der Region Mitte leisten wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden der Bewohner*innen

11. Dezember 2020 | Covid19, News Österreich | 0 Kommentare

ST.PÖLTEN. Die Mitarbeiter*innen der Pflege- und Betreuungszentren stehen rund um die Uhr als Ansprechperson für die Bewohner*innen zur Verfügung und versuchen unter den fordernden Umständen einen Alltag zu gewährleisten. 

Derzeit steht das Thema Covid19, davon betroffene Pflege- und Betreuungszentren sowie damit verbundene Maßnahmen wie Besuchsbeschränkungen, das Tragen von FFP2-Masken und verpflichtende Testungen vor dem Besuch im Fokus. Trotz der derzeitigen Situation, die mit vielen Einschränkungen und Unsicherheiten verbunden ist, sind die Mitarbeiter*innen der Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) rund um die Uhr für die Bewohner*innen da und das nicht nur für die Pflege im eigentlichen Sinn:

Das PBZ Wilhelmsburg nutzte den ersten Schnee dieses Jahres um direkt einige Bewohner*innen warm einzupacken und gemeinsam eine Schneeballschlacht zu veranstalten, nach der sich im Anschluss alle mit einer heißen Tasse Tee wärmen konnten.

Traditionen und Bräuche werden ebenfalls hochgehalten: Da der Nikolaus derzeit nicht von Draußen hereinkommen darf, übernahmen die Mitarbeiter*innen der PBZs Tulln und Klosterneuburg diese Aufgabe, warfen sich ins Kostüm und bereiteten damit allen eine große Freude.

Wo Kontakte nicht physisch möglich sind, werden sie virtuell möglich gemacht, wie zum Beispiel im PBZ Mautern: Telefonate und auch Videotelefonie stehen den Damen und Herren zur Verfügung, um sich mit ihren Familien austauschen zu können. Bilder und Botschaften von Angehörigen können mittels Projektion in Großformat an der Wand betrachtet werden.

„Uns ist bewusst, was die Nähe zu Familie und Freunden bedeutet und dass diese Kontakte nicht zur Gänze durch unsere Mitarbeiter*innen ersetzt werden können. Der Schutz der Bewohner*innen hat für uns jedoch höchste Priorität, ohne es dabei zu einer Vereinsamung kommen zu lassen. Unsere Mitarbeiter*innen leisten großartiges, unter verschärften Bedingungen und Schutzausrüstung“ so DI Franz Laback, Geschäftsführer der NÖ LGA – Gesundheit Region Mitte GmbH.

Kommt es zu einem positiven Fall in einem Pflege- und Betreuungszentrum werden entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Ausbreitung zu verhindern. Wie in einer Wohngemeinschaft bleiben die Damen und Herren, wenn möglich in ihren Zimmern, einerseits zum Selbstschutz, andererseits zum Schutz der Anderen. Für diese Vorgangsweise gibt es auch überwiegend Verständnis. In dieser Zeit werden die Bewohner*innen nicht alleine gelassen, die Mitarbeiter*innen nehmen sich bei jeder Gelegenheit Zeit, um als Ansprechpartner*innen, Kummerkasten, für ein Gespräch und ein gemeinsames Lachen zur Verfügung zu stehen. Vielerorts wird die Mittagszeit von den Mitarbeiter*innen auch genutzt, um Maßnahmen zu besprechen, um das Wohlbefinden der Bewohner*innen in der derzeitigen Krise zu steigern und Bewältigungsstrategien abzuleiten.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)