AT: Mehr Besuche für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner

Lebenswelt Heim. (C) Foto Wilke

Hohe Durchimpfungsrate ermöglicht mehr soziale Begegnungen

Der Lebenswelt Heim Bundesverband fordert erweiterte Besuchsregelungen für die Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen. Die Hohe Durchimpfungsrate in den Einrichtungen ermögliche Lockerungsschritte. Auch für das geimpfte Personal soll es Erleichterungen geben.

Mit den neuen Coronavirus-Maßnahmen ab 11. März, wurde ohne Änderung an den eingeschränkten Besuchsregelungen in den Alten- und Pflegeheimen festgehalten. Trotz hoher Durchimpfungsrate in den Einrichtungen und deutlich sinkenden Infektionszahlen wurden die Besuchsregelungen nicht erweitert. Aktuell dürfen Bewohnerinnen und Bewohner maximal zweimal pro Woche von höchstens zwei Angehörigen besucht werden, lediglich in der Palliativ- und Hospizbegleitung sowie Seelsorge gibt es Ausnahmen.

„Wir freuen uns über die hohe Durchimpfungsrate in unseren Alten- und Pflegeheimen. Jetzt muss der soziale Aspekt vor medizinische Betrachtungen gestellt werden. Telefonische Kontakte mit Angehörigen und Freunden können persönliche Kontakte nicht ersetzen. Soziale Bindung braucht auch zwischenmenschliche Begegnungen. Gerade für unsere hochaltrigen Menschen, deren Lebensspanne absehbar ist und die in den letzten Monaten lange Durststrecken hinnehmen mussten, sind Lockerungsschritte, hin zu mehr Besuchen, jetzt sehr wichtig“, so Markus Mattersberger, Präsident des Lebenswelt Heim Bundesverbandes. Er fordert eine kontrollierte, schrittweise Ausweitung der Besuchsregelungen in den Heimen. Auch für das geimpfte Pflegepersonal soll es Erleichterungen geben – von aktuell Testungen alle drei Tage, hin zu alle sieben Tage.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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