AT: LH Mikl-Leitner zur Neuorganisation des Gesundheits- und Pflegewesens in Niederösterreich

„Versorgen und pflegen aus einer Hand, für die beste Betreuung im ganzen Land“

St. Pölten (OTS/NLK) – 21.500 Menschen arbeiten in den 27 niederösterreichischen Landeskliniken, sie kommen pro Jahr auf über drei Millionen Patientenkontakte. In den 48 niederösterreichischen Pflege- und Betreuungszentren und zwei Pflege- und Förderzentren kümmern sich 5.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 6.000 Betreuungsplätze. Mehr als die Hälfte des Landesbudgets – 4,5 von 8,8 Milliarden Euro – wird in die Bereiche Gesundheit, Pflege und Soziales investiert. Nun wurde der Startschuss für eine Neuorganisation des Gesundheits- und Pflegewesens in Niederösterreich gegeben. Diese wurde unter ein ganz bestimmtes Motto gestellt, betonte dazu Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Sonntag in der Sendung „Niederösterreich im Gespräch“: „Unser Motto lautet:
Versorgen und pflegen aus einer Hand, für die beste Betreuung im ganzen Land. Denn wir sehen Gesundheit und Pflege als eine gemeinsame Herausforderung, und daher wollen wir Pflege und Gesundheit unter einem Dach organisieren.“

Das gemeinsame Dach wird künftig die neue „Landesgesundheitsagentur“ bilden. Die Landeshauptfrau sieht die neue Landesgesundheitsagentur als „eine ganz klare Antwort auf die neuen Herausforderungen unserer Zeit“. Man wolle damit „Gesundheit und Pflege nachhaltig stärken und auf eine neue Ebene heben.“ Bei der Neuorganisation gehe es „nicht um das Verschieben von einem Bereich in einen anderen, sondern es geht uns um ein verantwortungsvolles Planen und Steuern.“
Die Neuorganisation wird von Fachleuten und Experten intensiv begleitet. So zum Beispiel Christian Horak, Experte im Gesundheitsmanagement, der im Zuge einer Veranstaltung zur Neuorganisation des Gesundheits- und Pflegewesens betonte, dass es darum gehe, weiterhin und unter in Zukunft deutlich anderen Rahmenbedingungen „diese tolle Versorgung weiter leisten zu können“. Dafür müsse man sich entsprechend vorbereiten.

Im Zuge der gleichen Veranstaltung erläuterte der Rechtsexperte Wolfgang Mazal das Vorhaben, die Landesgesundheitsagentur als „Anstalt öffentlichen Rechts“ zu begründen. Es handle sich dabei um „die Kombination von best practice aus öffentlichem und privaten Bereich“. Ziel sei es, eine einfache Struktur mit klaren Verantwortlichkeiten zu schaffen.

Der Projektleiter seitens des Amtes der NÖ Landesregierung ist Filip Deimel. Er sagt zum Zeitplan: „Wie bei der Startveranstaltung am 12. Februar bereits verkündet, haben die Teilprojekte am 19. Februar begonnen. Wir sind voll im Programm, und ich erwarte erste Ergebnisse bereits bis zum Sommer. Die Umsetzung beginnt mit 1. Jänner 2020.“

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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