AT: Letzter Vorhang für die Erfolgreiche Zusammenarbeit des UMIT-Institutes für Pflegewissenschaft mit der Akademie der Barmherzigen Brüder Wien ist gefallen

v.l. Sylvia Obereder, Margareta Jukic-Puntigam, und Barbara Zinka von der Akademie der Barmherzigen Schwestern Wien bedauern der Ende der Kooperation genauso wie Gerhard Müller und Karoline Schermann von der Universität UMIT und der Koordinator der Kombi Studiums Alfred Steininger. (Bild: Karl Leutgeb)

Anfang März fiel bei der akademischen Feier in der Aula der Privatuniversität UMIT in Hall der letzte Vorhang für eine erfolgreiche Kooperation des UMIT-Institutes für Pflegewissenschaft und der Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder in Wien. Den letzten 19 Absolventen des gemeinsam angebotenen „Kombistudium Pflege“ wurde im Rahmen des Festaktes der akademische Grad Bachelor of Science in Nursing verliehen.

Mit dem Kombistudium Pflege, das die Diplomausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege an der Akademie der Barmherzigen Brüder in Wien mit der akademischen Ausbildung zum Bachelor of Science in Nursing der Privatuniversität UMIT in einer Ausbildung verknüpft hat, haben die beiden Bildungseinrichtungen eine Vorreiterrolle bei der Akademisierung der Pflege eingenommen. Insgesamt haben seit dem Start im Jahr 2007 174 Studierende diese Ausbildung abgeschlossen.

„Die Akademie der Barmherzigen Brüder Wien und die Privatuniversität UMIT haben in den vergangenen 13 Jahren hervorragend zusammengearbeitet und speziell für den Pflegebereich hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter ausgebildet, die heute auch gestaltenden Funktionen arbeiten und die Pflege weiterentwickeln wollen. Schweren Herzens mussten wir diese Kooperation auf Grund einer Gesetzesänderung, die die Bachelor-Ausbildung zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege ab 2024 ausschließlich Fachhochschulen vorbehält, beenden“, sagte dazu der Leiter des UMIT-Departments für Pflegewissenschaft und Gerontologie Univ.-Prof. Dr. Gerhard Müller.

Auch Dr. Alfred Steininger, der das Kombistudium Pflege an der Akademie der  Barmherzigen Brüder in Wien koordiniert, bedauert das jetzige Aus: „Die 13-jährige sehr erfolgreiche Kooperation war von Beginn an durch Offenheit, Wertschätzung, Respekt, kontinuierlichem Austausch und hervorragender Qualität aller Beteiligten geprägt und kann als Erfolgskonzept angesehen werden. Es ist schade, dass wir diese Erfolgsgeschichte jetzt beenden müssen“, sagte Steininger.

Mit dem Kombistudium Pflege hat das UMIT-Institut für Pflegewissenschaft im Jahr 2005 eine Vorreiterrolle bei der Akademisierung der Pflege. Im Rahmen dieses Lehrangebotes wurde die dreijährige Diplomausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege und die dreijährige akademische Ausbildung zum Bachelor of Science in Nursing so verknüpft das sich die Ausbildungszeit um zweieinhalb Jahre verkürzt hat. Damit konnten Studierenden gleichzeitig einen Berufsabschluss und einen akademischen Abschluss erwerben. Im Laufe der Jahre konnten alle Tiroler und Vorarlberger Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, das VINZENTINUM – Pflegeakademie der Barmherzigen Brüder Linz, die Akademie der Barmherzigen Schwestern Wien und in Bayern die Bayerische Pflegeakademie München und die Berufsfachschule für Krankenpflege der Kreiskliniken Altötting-Burghausen als Ausbildungspartner gewonnen werden.

Mit der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes 2016 wurde festgelegt, dass die allgemeine Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung in Zukunft ausschließlich an Fachhochschulen stattfindet. Das bedeutete auch das Ende des Kombistudium Pflege.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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