AT: Kurzdarmsyndrom – Zielgerichtete Therapie bringt Betroffenen verbesserte Lebensqualität

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Am 15. Oktober ist der Welttag der künstlichen Heimernährung. Parenterale Ernährung (PE) – die künstliche Ernährung über einen venösen Zugang – ist häufig auch bei PatientInnen mit Kurzdarmsyndrom nach ausgedehnter Darmresektion erforderlich. Sie kann sehr belastend und mit schwerwiegenden Gesundheitsrisiken verbunden sein. Ein Hauptziel der Kurzdarmsyndrom-Therapie besteht daher darin, die parenterale Ernährung möglichst zu verringern oder sogar dauerhaft abzusetzen. Mithilfe eines Medikaments mit bisher einzigartiger Wirkweise kann dieses Ziel leichter erreicht und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.
Kurzdarmsyndrom – was ist das?
Das Kurzdarmsyndrom mit chronischem Darmversagen (KDS-DV) ist ein komplexes und schwerwiegendes Krankheitsbild mit einer geschätzten Prävalenz von 3/100.000 Personen. Es handelt sich dabei um die Folgeerscheinung von ausgedehnten Darm­resektionen. Ein derartiger Eingriff kann aufgrund angeborener Anomalien, schwerer entzündlicher Erkrankungen wie z.B. Morbus Crohn oder anderer Ursachen wie z.B. Verletzungen oder Tumoren notwendig sein. In der Folge kommt es zu einer stark eingeschränkten Aufnahmekapazität des Darms – die Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen, Mikronährstoffen sowie Flüssigkeit ist durch eine konventionelle Diät oft nicht mehr möglich. Daher ist häufig nach einer Darmresektion eine parenterale Ernährungstherapie und/oder Flüssigkeitssubstitution über einen Zugang in die Vene (z.B. Portkatheter) erforderlich.
Zahlreiche potenzielle Komplikationen
Durch das Kurzdarmsyndrom mit chronischem Darmversagen können Komplikationen wie Durchfälle und/oder Fettstühle, Gewichtsabnahme, Anämie, Hypokalzämie, allgemeine Mangelsymptome sowie Gallen- und Nierensteine auftreten. Aber auch die parenterale Ernährungstherapie kann schwere Auswirkungen auf den Alltag, die Lebensqualität und die Gesundheit haben. Als häufigste Ursachen für PE-bedingte Krankenhausaufenthalte gelten katheterassoziierte Sepsis, Stoffwechselstörungen und Thrombosen.
Zielgerichtetes Medikament kann PE-Bedarf reduzieren
Ein wichtiges Therapieziel besteht darin, die parenterale Ernährungstherapie schrittweise zu reduzieren und im Idealfall sogar abzusetzen. Die Erreichung dieses Ziels kann mit einer kausalen medikamentösen Behandlung gefördert werden. Die Substanz wirkt ähnlich wie ein natürlich im Darm vorkommendes Hormon (GLP-2) und vergrößert die Darmoberfläche, indem es das Wachstum der Darmzotten anregt und die Darmkrypten vertieft. Dadurch wird die Aufnahmekapazität des Restdarms erhöht und der Bedarf an parenteraler Ernährung reduziert. Viele Patienten können wieder normal essen, verlieren signifikant weniger Flüssigkeit und sind insgesamt flexibler. „Meiner Erfahrung nach wird die Lebensqualität dadurch deutlich verbessert“, berichtet OÄ Priv.-Doz. Dr. Christine Kapral, Interne 4, Ordensklinikum Linz.
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Wirksamkeit der Therapie liefert der 38-jährige Oberösterreicher Klemens Mühlböck. Der gelernte Zimmermann und technische Bauzeichner bekam bereits im Alter von 16 Jahren die Diagnose Morbus Crohn. Nach unzähligen Krankenhausaufenthalten, Operationen, Gewichtsverlust bis auf 40 Kilogramm und einer langen Phase mit parenteraler Ernährung kann er jetzt dank der Behandlung ein normales Leben führen. „Ich kann wieder normal essen, sogar im Gasthaus, und auch mein Hobby Motorradfahren wieder uneingeschränkt ausüben“, so Klemens Mühlböck.
Über Takeda
Takeda ist ein ist weltweit führendes, werteorientiertes forschendes biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Japan. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Erkenntnisse in hoch innovative Arzneimittel zu überführen und sich damit – getreu dem Unternehmensmotto „Better Health, Brighter Future“ – in den Dienst des Patienten zu stellen.  Takeda konzentriert seine Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten auf 4 Therapiebereiche: Onkologie, Gastroenterologie (GI), Neurowissenschaften und seltene Krankheiten.
Unsere Mitarbeiter engagieren sich für die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten und für die Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Gesundheitswesen in rund 80 Ländern und Regionen.
Takeda hat in Österreich bereits eine lange Geschichte: was 1778 als Heilmittelwerke begann, ist heute der größte Pharmaarbeitgeber Österreichs und somit ein wichtiger Teil der heimischen pharmazeutischen Industrie. Rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen täglich dazu bei, dass Medikamente aus Österreich in die ganze Welt gelangen und Patienten in Österreich Zugang zu den innovativen Arzneimitteln von Takeda erhalten. 

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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