AT: Komplexe Handverletzungen: Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Handchirurgie in Wien

6. Mai 2018 | News Österreich | 0 Kommentare


Wien (OTS) – Von 3. bis 5. Mai findet die 59. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Handchirurgie (DAH) in Wien statt. Noch bis zum 5. Mai widmen sich Expertinnen und Experten der Handchirurgie aus ganz Europa komplexen Handverletzungen. Das AUVA-Traumazentrum Wien, Standort Lorenz Böhler, hat die wissenschaftliche Leitung des heurigen Symposiums inne. 

Apothekertrakt und Orangerie des Schlosses Schönbrunn bilden vom 3. bis 5. Mai 2018 den stimmungsvollen Rahmen für die 59. DAH-Jahrestagung unter dem Titel „Die komplexe Handverletzung“. Damit setzt sich die lange Tradition der DAH-Kongresse auch dieses Jahr auf höchstem wissenschaftlichem Niveau fort.  

Breite Themenpalette mit renommierten Vortragenden

Einleitungsvorträge von renommierten Handchirurginnen und Handchirurgen geben einen Überblick über eine breite Palette von Themen. Das Programm des dreitägigen Symposiums reicht von der Prävention, Strategien der Primärversorgung, über Diagnostik und -versorgung der Hand bei Polytrauma bis zur Definitivversorgung. Weitere Schwerpunkte sind Sehnen-, Nerven- und Weichteilverletzungen, Amputationsverletzungen sowie der Stellenwert der Replantation in der Handchirurgie. Das Symposium wendet sich auch an Hand-, Ergo- und Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die einen wesentlichen Anteil am Behandlungserfolg haben: Einer der Programmpunkte ist ein Workshop von Philippe De Keyser, Ergotherapeut im AUVA-Traumazentrum Wien, Standort Lorenz Böhler, der einen Einblick in neue Techniken im Handschienenbau gibt.

AUVA mit Vorreiterrolle

Die AUVA hat in Österreich nicht nur eine Vorreiterrolle in der Prävention von Handverletzungen, sondern auch in der operativen und konservativen Therapie von schweren Handverletzungen: Denn in Österreich findet die Versorgung schwerer Handverletzungen fast ausschließlich in den Häusern der AUVA statt, wobei nicht nur die Unfallheilbehandlung, sondern auch die Leistungen in der Rehabilitation nachweislich internationale Spitze sind.

Wissenschaftliche Leitung durch AUVA-Traumazentrum Wien, Standort Lorenz Böhler

Die wissenschaftliche Leitung des heurigen DAH-Symposiums haben neben dem Generalsekretär der DAH, Prim. Dr. Wolfgang Hintringer, die Ärzte des AUVA-Traumazentrums Lorenz Böhler, Prof. Dr. Martin Leixnering und OA Dr. Christoph Pezzei, inne. „Die europaweite Vernetzung und der laufende Austausch von Expertinnen und Experten der Handchirurgie sind ein wichtiger Teil unserer Rolle als Kompetenzzentrum für spezialisierte Unfallchirurgie. Unsere standortübergreifenden Teams, u. a. für Wirbelsäule, Schulter, Knie und eben Hand, garantieren unseren Patientinnen und Patienten die Versorgung auf internationalem Spitzenniveau“, erklärt Prof. Dr. Martin Leixnering, Leiter der Handambulanz im AUVA-Traumazentrum Wien, Standort Lorenz Böhler.

Ehrung für Hildegunde Piza-Katzer

Ein festlicher Programmpunkt ist die Ehrung von Univ.-Prof. Dr. Hildegunde Piza-Katzer, die mit der ersten Transplantation beider Hände beim Bombenopfer Theo Kelz ein Stück Medizingeschichte schrieb.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 320.000 Unternehmen und über 5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus den Beiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation.  Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Eine weitere Kernaufgabe der AUVA ist die finanzielle Entschädigung. Diese vier Aufgabenbereiche der AUVA ermöglichen eine integrierte und effiziente Unfallversicherung mit hohem volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen.

Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark). In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 370.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)