AT: Kleine Blase, große Expertise

Wien (OTS) – In der hoch spezialisierten Linzer Kinderurologie helfen seit 25 Jahren international renommierte Fachleute bei angeborenen Problemen mit Harnleiter, Blase oder Nieren. Mit welchen komplexen Operationen Kindern ein neues Leben geschenkt wird, zeigt die aktuelle Ausgabe des Vinzenz magazins.

 Nico ist ein Beispiel für das, was die Spezialistinnen und Spezialistinnen für Kinderurologie im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern vollbringen können. Der heute 12-Jährige litt seit einer Tumorentfernung kurz nach seiner Geburt an einer so genannten neurogenen Blase, die ständig ausgeronnen ist. Nico musste deshalb bis zur dritten Klasse Volksschule eine Windel tragen, die vor allem sein soziales Leben einschränkte. Dank eines hochkomplexen Eingriffs, der eine Vergrößerung der Harnblase durch akribisch feines Entfernen des Blasenmuskels, ein katheterisierbares Stoma (= künstliche Öffnung) und ein unter der Harnröhre gelegtes Band zur Herstellung der Kontinenz umfasste, lebt Nico heute beinahe wie alle anderen Kinder seines Alters auch. Eine Operation wie diese wird in Österreich nur von den Linzer Kinderurologen durchgeführt und zeigt eindrucksvoll die große Expertise der Abteilung, die als eines der größten und aktivsten kinderurologischen Zentren weltweit wahrgenommen wird. Abteilungsvorstand Primar Dozent Dr. Josef Oswald: „Mehr als 3.000 Kinder werden jährlich hier bei uns stationär behandelt, knapp 2.000 werden operiert.“ Bei den Fachleuten, die vor allem auf angeborene Fehlbildungen spezialisiert sind, stehen etwa so komplexe operative Eingriffe wie die Rekonstruktion von Blasenfehlbildungen, das Vereinen von zwei Harnleitern bei Doppelnieren oder das minimalinvasive und äußerst schonende Entfernen von Nierensteinen am OP-Plan.

Essstörungen – wenn jede Mahlzeit zur Qual wird

Krankhaftem Essverhalten gerade von jüngeren Menschen und der Übernahme des Ambulatoriums sowhat durch die Vinzenz Gruppe widmet sich ein weiterer Beitrag in der aktuellen Ausgabe. Das Barmherzige Schwestern Krankenhaus in Wien, das – seit rund 25 Jahren – Pionier im Kampf gegen Essstörungen ist, betreut in seiner psychosomatischen Abteilung Erwachsene mit Störungen des Esssverhaltens sowohl stationär und teilstationär. Die Vinzenz Gruppe hat nun ihr Therapie- und Behandlungsangebot durch Übernahme des Ambulatoriums sowhat um ein ambulantes Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erweitert. Sowhat verfügt über Kassenverträge an drei Standorten (Wien, Mödling und St. Pölten). Durch die Vertragsneugestaltung mit der Wiener Gebietskrankenkasse ist es sowhat in Wien möglich, das Therapieangebot ab 2018 zu erweitern und hochfrequenter anzubieten.

Gesunde Knochen bis ins Alter 

700.000 Menschen leiden in Österreich an Osteoporose. Das Risiko für die Erkrankung, die oft eine Folge des normalen Alterungsprozesses ist, kann aber durch die richtigen Lebensmittel und viel Bewegung gesenkt werden, weiß Stephanie Geyer, leitende Diätologin des Herz-Jesu Krankenhauses Wien. „Besonders wichtig ist die ausreichende Versorgung mit Kalzium, das den Knochen aufbaut, und Vitamin D, das dessen Aufnahme im Körper ermöglicht.“ Die empfohlene Tagesmenge von 1.000 mg lässt sich über kalziumreiche Nahrungsmittel wie Milchprodukte, bestimmte Gemüsesorten wie Brokkoli und Rucola sowie Obstsorten wie Zitrusfrüchte und Beeren aufnehmen. „Bei Vitamin D ist jedoch in unseren Breitengraden meist eine Ergänzung erforderlich“, macht Geyer aufmerksam. Neben der Ernährung ist die richtige Bewegung essentiell für gesunde Knochen bis ins hohe Alter.

Telefonische Hilfe bei Rückenschmerzen

Der Rücken ist die am häufigsten von Schmerzen betroffene Körperregion. Der neue Service „SpineLine“ des Orthopädischen Spitals Speising bietet Betroffenen fachärztlichen Rat am Telefon, um unnötige Wartezeiten in der Ambulanz zu vermeiden. Diese neue Telefonberatung soll den Arztbesuch nicht ersetzen, sondern als zusätzliches Angebot am Gesundheitsmarkt fungieren. Dr. Philipp Becker, Oberarzt und Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie ist einer der Initiatoren des Projekts. „Wir wollen im Vorfeld abklären, ob zusätzliche Untersuchungen gemacht werden müssen und wo der Patient am besten aufgehoben ist – in der Spitalsambulanz oder im niedergelassenen Bereich.“

Telefon: +43 1 801823456 Beratung: Montag bis Freitag von 09.00 bis 10.00 Uhr

Die neueste Ausgabe des Vinzenz magazin mit diesen und vielen weiteren interessanten Beiträgen steht ab sofort hier zum kostenlosen Download im pdf-Format zur Verfügung.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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