AT: Kinderliga und Bundesverband für Psychotherapie fordern Corona-Bonus für Kinder und Jugendliche

Kinderliga und ÖBVP für Corona-Bonus Gutscheine für alle sechs bis 25- Jährigen für diverse Freizeitaktivitäten und für psychosoziale Betreuung

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Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) und der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) plädieren für einen Corona-Bonus für alle sechs bis 25- Jährigen in Form von Gutscheinen für diverse Freizeitaktivitäten und für psychosoziale Betreuung. Damit sollen die politisch Verantwortlichen ein klares Zeichen setzen, um sich bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für deren Solidarität während der Corona Pandemie zu bedanken.

Kinder und Jugendliche haben Anpassungsfähigkeit und Solidarität bewiesen, trotz vieler Belastungen – jetzt braucht es konkrete Handlungsstrategien für ihre Zukunft

Gerade Kinder und Jugendliche haben seit März 2020 mit ihren Familien in den Wochen der Lockdowns, aber auch in den Phasen dazwischen und jetzt danach, ihre enorme Anpassungsfähigkeit und Solidarität unter Beweis gestellt. Sie haben ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona Pandemie geleistet, haben wochenlang auf physischen Kontakt zu ihren Freund*innen verzichtet. Viele Familien mussten auf engem Raum Homeoffice und Distance Learning unter einen Hut bringen. Die Möglichkeiten für Spiel, Sport und andere Freizeitaktivitäten waren extrem eingeschränkt. Neben den eigenen Herausforderungen und Belastungen, die diese Situation mit sich bringt, spüren viele Kinder und Jugendliche auch die Sorgen und Ängste der Erwachsenen. Die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen steigt seit Beginn der Corona Krise signifikant.

Kinder und Jugendliche sind bereit, wertvolle Beiträge für das immer wichtiger werdende solidarische Miteinander zu leisten – das haben sie in der Zeit der Pandemie deutlich bewiesen! Wir brauchen daher jetzt mehr denn je ein klares gesellschaftspolitisches Bekenntnis und entsprechende Handlungsstrategien, um die wichtigste Zukunftsinvestition – nämlich jene in die körperliche, psychische, seelische und soziale Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen – ins Zentrum aller Bemühungen zu stellen“, fordert Dr.in Caroline Culen, Geschäftsführerin der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) einmal mehr.

Corona-Bonus für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Dank und als politisches Signal

Ein erster Schritt in diese Richtung könnte laut der Expert*innen der Kinderliga und des ÖBVP ein Corona-Bonus für Kinder und Jugendliche in Österreich sein. „Als Zeichen, wie wichtig Kinder und junge Menschen auch uns als Gesellschaft sind, sollte es von Seiten der Politik ein starkes Bekenntnis mit konkreten Taten geben: ein Corona-Bonus für Kinder, Jugendliche und junge Menschen zwischen sechs bis 25 Jahren wäre ein deutliches und starkes Signal!“, so Mag.a Barbara Haid, Präsidiumsmitglied des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie.

Corona-Bonus Gutscheine zur Stärkung der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit

Konkret schlagen die Expert*innen einen Corona-Bonus in Form von Gutscheinen für unterschiedliche Aktivitäten vor, die einen Beitrag zur körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen leisten. Das Angebot sollte breit gefächert sein und von Schnupperstunden in Sportvereinen und Sportstätten über Museums- oder Kinobesuche bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten mit Gleichaltrigen reichen. Auch psychosoziale Angebote sollten mit den Gutscheinen in Anspruch genommen werden können. „Die Gutscheine sind nicht nur ein wichtiges Zeichen des Danks und der Wertschätzung für Kinder und Jugendliche, sondern bringen gleichzeitig auch einen Mehrwert für Vereine, kulturelle Einrichtungen und Unternehmen“, sagt Culen.

Gerade für Kinder und Jugendliche die von Armut, Krankheit oder Isolation betroffen sind, könnte diese Aktion einen Beitrag zur Unterstützung und Stärkung, sowie zur Förderung von Talenten und Ressourcen leisten. Gesundes Aufwachsen, Bildung und Chancengerechtigkeit in Österreich sollte jetzt ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Die junge Generation hat es verdient.

www.kinderjugendgesundheit.at

www.psychotherapie.at

Über Markus Golla 9819 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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