AT: IG Pflege fordert mehr Unterstützungsangebote für pflegende Eltern

(C) Katrin Schützenauer

Einladung zur 11. Jahreskonferenz der Interessensgemeinschaft pflegender Angehöriger am 5. April zu alltäglichen Herausforderungen für pflegende Eltern

Mit rund einer Million Menschen sind pflegende An- und Zugehörige Österreichs größter Pflegedienst. Unter ihnen auch zehntausende Eltern, die sich um ihre Kinder mit chronischen Krankheiten oder Behinderung kümmern. Eine Gruppe, die oft vergessen wird. Die 11. Jahreskonferenz der Interessensgemeinschaft pflegender Angehöriger (IG Pflege) am kommenden Dienstag widmet sich daher folgender Frage: „Wer hilft ihnen? Die ‚vergessenen‘ Eltern von chronisch kranken und behinderten Kindern“.

„Wenn die eigenen Kinder dauerhaft Pflege brauchen, stellt das die Eltern vor massive Herausforderungen. Die Pflege wird für Betroffene zur Lebensaufgabe. Hier braucht es dringend mehr Unterstützungsangebote“, sagt Birgit Meinhard-Schiebel, Präsidentin der Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger. Gerade für Alleinerziehende eine große Herausforderung. Neben finanziellen Sorgen bedeutet das für Betroffene auch eine psychische Belastung. „Betroffene Eltern haben oft einen bürokratischen Hürdenlauf hinter sich. Sie haben große Sorge, was mit ihren Kindern passiert, wenn sie die Pflege einmal nicht mehr übernehmen können“, sagt Birgit Meinhard-Schiebel weiter.

Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger fordert daher einen Rechtsanspruch für angemessene Wohn- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder, wenn die Eltern selbst nicht mehr da sind. „Das österreichische Gesundheits- und Sozialsystem bietet vielfältige Unterstützungsleistungen. Diese müssen für die pflegenden Eltern aber auch leicht zugänglich sein und an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden, sobald sich die Verhältnisse der Betroffenen aufgrund der Pflegebedürftigkeit verändern. Aus diesem Grund setzt sich die Interessengemeinschaft für niederschwellige und flächendeckende Angebote zur Entlastung pflegender Eltern und Angehöriger ein“, sagt Birgit Meinhard-Schiebel.

Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger lädt am Dienstag, den 5. April 2022, zur 11. Jahreskonferenz „Wer hilft ihnen? Die ‚vergessenen‘ Eltern von chronisch kranken und behinderten Kindern“ von 14 bis 17 Uhr.

Teilnahme über Zoom unter folgendem Link
Meeting-ID: 896 1254 4804

Um Anmeldung unter office@ig-pflege.at wird gebeten.
Programm und Vortragende unter folgendem Link
Weitere Informationen zur Interessensgemeinschaft auf: www.ig-pflege.at

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)