AT: Hohe Beteiligung beim Führungsbarometer Pflege 2021

Der Bericht zum Führungsbarometer-Pflege 2021 liegt vor. Knapp 1.600 Führungskräfte der Pflege haben sich beteiligt

Kirchstetten (OTS) – In den vergangenen Monaten hatten Führungskräfte in allen Settings der Pflegepraxis, verschärft durch die Corona-Pandemie, enorme Aufgaben zu bewältigen. Dies nahm das Karl Landsteiner Institut für Human Factors & Human Resources im Gesundheitswesen zum Anlass und führte im März und im April mit EUCUSA, dem Spezialisten für Feedbacksysteme, eine Befragung durch. Aus ganz Österreich füllten knapp 1.600 Führungskräfte aus der Pflegepraxis den Führungsbarometer Pflege 2021 aus. Der Fokus der Umfrage wurde auf die aktuelle Situation, Einflussfaktoren sowie Erwartungen gelegt. Diese Ergebnisse bieten Grundlagen für zukünftige Maßnahmen und Strategien im Bereich pflegerischer Handlungsfelder aus der Perspektive des Pflegemanagements.

Mit den erhobenen Aspekten erhalten Entscheidungsträger datenbasierte Informationen als Basis für die gezielte Weiterentwicklung des Handlungsfeldes „Führungskraft“ in der Pflege.

Deutlichen Veränderungsbedarf sehen die Führungskräfte bei den zur Verfügung stehenden Ressourcen, um Pflege in hoher Qualität leisten zu können. Besonders kritisch werden Personalsituation, Entlohnung, mangelnde Einbindung in Entscheidungen und das Image der Pflege gesehen.

Der Vergleich mit den Ergebnissen Führungsbarometer Pflege 2016 zeigt, dass es die gleichen Ressourcen sind, welche die Führungskräfte der Pflege zu ihrer Arbeit motivieren. Ebenfalls zeigt sich, dass die größten Probleme von 2016 fünf Jahre später unverändert aktuell sind, sich in bestimmten Bereichen sogar weiter verschärft haben.

Die Auswirkungen dieser Situation zeigen sich darin, dass es immer schwieriger wird, junge Kolleg*innen zu einer Führungsposition zu motivieren.

Laut Pflegepersonal-Bedarfsprognose für Österreich 2019 (GÖG) wird der Bedarf an Pflegepersonen und somit auch an Führungskräften steigen, ebenfalls werden bis dahin ca. 1/3 der derzeitigen Führungskräfte aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheiden.

Ab Juni wird sich eine Expert*innengruppe mit Maßnahmen zu diesen Ergebnissen befassen, eine Präsentation ist im Rahmen einer Veranstaltung für den Herbst 2021 geplant. DER BERICHT ZUM DOWNLOAD

Über Ursula Frohner 7 Artikel
1977 bis 2007 Pflegepraxis und Projektarbeit im stationären Bereich wie etwa Unfall- und Allgemeine Chirurgie, Kardiologie und Nephrologie, sowie von 1993 bis 2007 Tätigkeitsbereich im Operationssaal. 2007 bis 2020 Präsidentin des ÖGKV sowie Vorsitzende der Österreichischen Pflegekonferenz. Aktuell Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Karl Landsteinerinstitutes für Human Factors & Resources im Gesundheitswesen, Lektorin der Weiterbildungsakademie für Pflegeberufe an der Sigmund Freud Universität Wien

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