AT: Herz: Pflegegeld-Plus und Erhöhung der Förderung der 24h-Betreuung bieten mehr Freiheit bei Wahl der Betreuungsform!

WKO

Wichtiges Signal für Unterstützung pflegebedürftiger Menschen

Wien (OTS) – „Das Plus beim Pflegegeld und insbesondere die Erhöhung der Förderung der 24h-Betreuung wird die finanzielle Situation der Betroffenen verbessern und ihnen gleichzeitig mehr Freiheit bei der Wahl der Betreuungsform geben“, betonte heute, Mittwoch, der Obmann des Fachverbandes der Personenbetreuer, Andreas Herz.  Mit dieser Investition in die Absicherung pflegebedürftiger Menschen werde die Selbstbestimmung des Einzelnen gestärkt: „Die Wahl der Pflege,- und Betreuungsform muss von jedem selbst getroffen werden“, so Herz.

Nach Hochrechnungen werden die Kosten im Pflegebereich bis 2030 um 105 Prozent anwachsen. 2014 lagen die Gesamtausgaben für Pflegeleistungen bei 1,83 Mrd. Euro, 2030 wird dieser Wert bei rund 3,76 Mrd. Euro liegen, so Herz mit Verweis auf eine aktuelle WIFO-Studie, die im Auftrag des Fachverbandes erstellt wurde. Wie rasch der Bedarf bereits jetzt steigt, zeigt das Anwachsen der Förderung für die 24-Stunden-Betreuung: Während es im Jahr 2008 durchschnittlich 3.200 Bezieher pro Monat gab, lag dieser Wert 2015 bereits bei 21.900. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 31,6 Prozent. „Und hier wird die Pflegegelderhöhung einen wichtigen Beitrag leisten, denn natürlich sind Förderbezieher zu einem hohen Prozent auch Anspruchsberechtigte auf Pflegegeld“, so Herz.

Erst kürzlich war ein EU-Vergleich zur Heimpflege publiziert worden, der zeigt, dass in Österreich 40,8 Prozent der betroffenen Haushalte auf diese Betreuungsform setzen – Österreich liegt damit EU-weit auf dem 7. Platz. „Für diese, an die Bedürfnisse der Menschen angepasste Form der Betreuung, spielt die 24h-Betreuung eine enorm wichtige Rolle. Gleichzeitig ist die 24-h-Betreuung vor dem Hintergrund der Diskussion rund um Pflegeregress und steigende Kosten im System jene Betreuungsform, die von den Kosten für die Betreuenden überschaubar ist. Die Bundesregierung setzt mit der Pflegegelderhöhung also ein wichtiges Signal für die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen“, so Herz abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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