AT: Heilende Kunst – Werke Marita Schneppers erstmalig im CS Kunstraum

Dass Kunst Erdung bedeuten kann, ist wohl nichts Neues. Einen ganz anderen Wert bekommt jedoch die künstlerische Ausdrucksweise, wenn man mit ihr Berge versetzen, oder im Fall von Marita Schnepper, Tumore verschwinden lassen kann. Als die ehemalige Kunststudentin mit 49 Jahren und der Prognose eines tödlichen Gehirntumors fast vollständig gelähmt ist, fängt sie an zu malen. Mit einem starken Willen und dem Drang zu malen, drängt Marita Schnepper mit jedem gezeichneten Strich den Tumor in die Ecke – bis er ganz verschwindet. Vorerst. Die Geschichte der Künstlerin wendet sich jedoch wieder. Nun ist Marita Schnepper im stationären Hospiz der CS.

Marita Schnepper – Existentialismus

Im Sommer 2015 bricht die Architektin und Städteplanerin Marita Schnepper bei einem Spaziergang unerwartet zusammen. Drei Tage später wird sie in der Rudolfsstiftung Wien operiert. Die Diagnose ist schlecht. Ein tödlicher Gehirntumor mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von sechs Monaten. Nur wenige überleben das erste Jahr.

Nach mehreren Therapieansätzen ist die ehemalige Kunststudentin im Alter von 49 Jahren fast vollständig gelähmt. Sie beginnt ein winziges Bild zu zeichnen. Dann ein größeres. Dann ein weiteres, in Farbe. Ihr Wille, trotz der düsteren Prognose etwas zu erschaffen, wächst. Die Kunst hat eine unerwartete Wirkung. Bald kann sie sich wieder ungehindert bewegen, kann wieder laufen, durch ihr geliebtes Wien mit dem Rad fahren. Vor allem aber malen. Mit jedem weiteren Bild nehmen die Symptome ab, bis sie eines Tages verschwunden sind. Der vorübergehende und vollständige Rückzug des Tumors, aber auch seine unausweichliche Rückkehr, erzählt sich in ihren Bildern auf einzigartige Weise.

Die Ausstellung im CS Kunstraum war Marita Schnepper ein dringender Wunsch

Heute ist Marita Schnepper Bewohnerin in dem CS Hospiz Rennweg. Die Ausstellung im CS Kunstraum , sie aber mit Stolz und sie freut sich, dass ihre Kunstwerke Anklang und Bewunderung finden.

Auch in der CS Caritas Socialis freut man sich, die erste Ausstellung mit der Künstlerin präsentieren zu dürfen.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)