AT: Grüne Wien/Huemer zu Weltkrebstag: Krebsprävention und Krebsfrüherkennung ausbauen

Die Grünen

Barbara Huemer, Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, betont anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar die große Bedeutung der Krebsprävention. „Denn egal ob es sich um Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Prostatakrebs oder Gebärmutterhalskrebs handelt“, so Huemer, „immer noch gehen viel zu wenig Menschen nicht oder zu spät zur Vorsorgeuntersuchung. Dabei sind durch Krebsfrüherkennung die Behandlungsmöglichkeiten besser und die Heilungschancen größer.“

Generell wünscht sich Huemer von der Wiener Stadtregierung eine aktivere Gesundheitspolitik für Krebsprävention und -früherkennung. „Die Kombination aus Gesundheitsförderung, Vorsorge und gesünderem Lebensstil reduziert das Risiko einer schweren Erkrankung nämlich erheblich. Wien kann durch mehr Aufklärung und Information viel zur Reduktion von Krebsrisiken beitragen.“

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa die Hälfte der Krebsfälle durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnte. Huemer sieht darin einen dringenden Auftrag, Krebsisiken wie Rauchen, übermäßigen Alkohol- oder Fleischkonsum zu reduzieren. Entsprechende Hilfsangebote der Sozialversicherungen und Suchtberatungsstellen sollten stärker beworben und in Anspruch genommen werden. „Der Grundstein für die Krebsprävention muss so früh wie möglich, nämlich in den Schulen, gelegt werden“, betont Huemer. Es gebe viele sehr gute Angebote zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins an Wiener Schulen, zum Teil müssten diese aber erst einzeln beantragt werden, anstatt verpflichtend in den Lehrplan aufgenommen zu werden.

Hinsichtlich der Corona-Impfung appelliert Huemer an die Solidarität gegenüber vulnerablen Personen. Der Schutz einer COVID-19-Impfung bei immunsupprimierten Patienten kann geringer sein oder aus Therapiegründen keine Option darstellen. „Um so wichtiger ist es daher, dass in der Bevölkerung möglichst viele Menschen geimpft sind, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren und das Gesundheitssystem zu entlasten“, so Huemer.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)