AT: Grebien: Menschen mit Behinderung in allen Bereichen mitdenken

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Grüne: Inklusion als Querschnittsmaterie – Lob an Einbindung durch Gesundheitsministerium

Die Wichtigkeit, Lebenswelten und Anliegen von Menschen mit Behinderungen als Querschnittsmaterie zu sehen, wurde heute von Heike Grebien, Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen, in einer Parlamentsrede hervorgehoben.

In Österreich teilen sich Bund und Länder die Kompetenzen im Bereich der Behindertenpolitik, da die Problemfelder von Menschen mit Behinderungen nicht unter einen einzigen Kompetenztatbestand subsumiert werden können. Ähnlich verhält es sich bei den Themen Frauen, Gleichstellung und Integration. Diese Thematiken sind nie „nur“ die Verantwortung einzelner.

„Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen zu sichern und zu stärken ist die Verantwortung aller politisch Verantwortlichen, den Geschäftsführungen der Träger*innen, leitenden Angestellten von Wohneinrichtungen und Tagesstrukturen für Menschen mit Behinderungen und Mitarbeiter*innen der Einrichtungen.“, so Grebien.

Außerdem verwies sie auf die unterschiedlichen Maßnahmen, die das Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz für Menschen mit Behinderungen in der Covid-19 Pandemie gesetzt hat. So wurden zusätzlich 6 Millionen Euro für die Sicherung bestehender Arbeitsplätze aufgebracht, welche 7.500 Menschen mit Behinderungen österreichweit unterstützen, indem beispielsweise die Kosten bei Kurzarbeit von begünstigten Menschen mit Behinderungen vollständig übernommen werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt stellte auch die Einbindung des Österreichischen Behindertenrats in den Krisenstab des Ministeriums dar. Grebien lenkte den Fokus in ihrer Rede auch auf den Einsatz der Interessensvertretungen, Angehörigen, der Volksanwaltschaft und Bewohner*innen-Vertretung sowie aller Betreuungs- und Assistenzpersonen, welche vermehrt sichtbar gemacht werden müssen.

„Die Arbeit der Interessensvertretungen und Angehörigen braucht mehr Sichtbarkeit! Denn nur dann, ist es Menschen mit Behinderungen möglich das Gefühl zu haben, sichtbar zu sein und nicht vergessen zu werden!“ schließt Grebien.

Markus Golla
Über Markus Golla 7385 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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