AT: GÖD-Gesundheitsgewerkschaft: Blau-Gelbes Pflegepaket in NÖ ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung

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Reform der Pflegeausbildung in Niederösterreich wird von der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft begrüßt

In Niederösterreich werden ab Herbst erste Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Pflegeausbildung gesetzt, welche die Forderungen der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft widerspiegeln. Die Erweiterung von Ausbildungsplätzen, Prämien für Auszubildende und Übernahme von Studiengebühren bzw. Schulgeldern wird dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen den Ausbildungen in den Pflegeberufen zuwenden.

Reinhard Waldhör, der Bundesvorsitzende der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, dazu: „Ich sehe diese Entwicklung in Niederösterreich positiv, für die Bundesebene aber auch mit einem weinenden Auge. Einerseits bin ich hocherfreut, dass unsere Forderungen Bewegung bringen – und diese neuen Vorhaben in Niederösterreich sind ein erster, sehr wertvoller Schritt in die richtige Richtung. Allerdings vermisse ich schmerzlich ähnliche Entwicklungen in anderen Bundesländern, oder noch besser, eine koordinierte Vorgangsweise österreichweit! Minister Mückstein ist nach wie vor nicht in der Lage, konkrete Punkte zum Thema Pflegereform in die Diskussion mit der Sozialpartnerschaft zu bringen. Mehr als Lippenbekenntnisse und Ankündigungspolitik gibt es dazu nicht. Wir haben uns daher auch auf Bundesebene zu weiterführenden gewerkschaftlichen Maßnahmen entschlossen!“

Karl Streicher, der Landesvorsitzende der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft Niederösterreich, bewertet das blau-gelbe Pflegepaket positiv: „Die Tatsache, dass die Studierenden, Schülerinnen und Schüler in den Pflegeberufen eine monatliche Ausbildungsprämie in der Höhe von 420,- Euro bekommen, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer Leistbarkeit der Ausbildung. Diese Maßnahme stärkt auch Berufsumsteigerinnen und Berufsumsteiger. So ist eine Weiterqualifizierung besser möglich, denn die Prämie wird nicht auf andere Förderungen gegengerechnet. Ebenfalls positiv anzusehen ist die Erhöhung der Ausbildungsplätze um knapp 25 %. Daher sehen wir das als einen wichtigen Schritt zur Attraktivierung von Ausbildungen im Gesundheitsbereich. Die nächsten Schritte haben wir auch bereits mehrfach vorskizziert. Die gesamte Ausbildung der Pflege, von der Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz bis hin zum Pflegestudium braucht regionale Strukturen. Jene Ausbildungseinrichtungen des Landes erfüllen diese Voraussetzungen, nun muss auch die FH-Ausbildung folgen.“

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)