AT: Gewerkschaft vida: KV-Verhandlungen für Beschäftigte in Ordensspitälern gestartet

vida

vida-Mjka: „Was ist den ArbeitgeberInnen die Arbeit der Beschäftigten nach zwei Jahren Pandemie wert?“ – Ärztekammer Wien fordert mehr Wertschätzung vida-Mjka: „Was ist den ArbeitgeberInnen die Arbeit der Beschäftigten nach zwei Jahren Pandemie wert?“ – Ärztekammer Wien fordert mehr Wertschätzung

Wien. (OTS) – In der heutigen ersten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für das Personal in den österreichischen Ordensspitälern haben der Vorsitzende des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida, Gerald Mjka, und das vida-KV- Verhandlungsteam die Arbeitgeber aufgefordert, ihre Karten auf den Tisch zu legen. „Nach zwei Jahren Pandemie, einer Zeit der extremen Belastung, des Stresses und Personalmangels, der sich durch die Krise noch einmal verschärft hat, sind die Arbeitgeber aufgefordert, bei den Verhandlungen klar zu sagen, was ihnen die Arbeit der ArbeitnehmerInnen in den Ordensspitälern wert ist“, betont der vida-Gewerkschafter. Die Gewerkschaft fordert mehr Wertschätzung für die Beschäftigten und ihre herausragenden Leistungen in den Ordensspitälern ein.

„Ein Danke allein reicht nicht: Wir fordern eine deutlich spürbare Gehaltserhöhung, die echte Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten zum Ausdruck bringt“, bekräftigt Mjka. Darüber hinaus fordert das KV-Verhandlungsteam der vida Maßnahmen zur nachhaltigen Senkung der hohen Arbeitsbelastung, damit die Arbeitsbedingungen nicht krank machen, sowie Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz, die eine Dienstplanstabilität und in der Folge eine entsprechende Work-Life-Balance gewährleisten sollen.

Mehr Wertschätzung von den Arbeitgebern gepaart mit mehr Investitionen in Personal und Infrastruktur fordert auch Gerald Gingold, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien. „Die Pandemie hat uns wie eine Lupe gezeigt, wo die Probleme in den Spitälern sind, nämlich vor allem im Bereich des Personals. Es braucht mehr Anreize für die KollegInnen, um in diesem überaus harten Job weiterzumachen, dazu gehört unter anderem auch eine gerechte Entlohnung“, sagt Gingold.

„Die MitarbeiterInnen arbeiten am Limit, seit Monaten leisten sie alles Erdenkliche, um die PatientInnen sicher durch die Krise zu bringen. Gerade in dieser angespannten Pandemie-Situation muss es unser gemeinsames Interesse und Ziel sein, die KV-Verhandlungen rasch und auch zufriedenstellend für die enorm belasteten MitarbeiterInnen zum Abschluss zu bringen“, appelliert der vida-Gewerkschafter an die ArbeitgeberInnen. Denn Personalmangel habe bereits vor Ausbruch der Pandemie bestanden und angesichts der dramatischen Infektionslage wird die Belastung für das Spitalspersonal auch nicht weniger werden, schließt Mjka.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)