AT: Gefäßvorsorge: Aneurysma-Screeningtage

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Gefäßforum Österreich organisiert Beratungs- & Screening-Tage von 4. bis 8. November 2019

Wien (OTS) – 50 Menschen in der Risikogruppe für Aneurysmen müssen gescreent werden, um einen unerwarteten tragischen Todesfall pro Jahr zu verhindern. Seit seiner Gründung 2011 fordert das Gefäßforum Österreich die Integration des Aneurysma-Screenings in Form eines Bauchultraschalls in die kassenabrechenbare Gesundenvorsorge und organisiert jährliche Info- & Screeningtage an mehreren Gefäßambulanzen. Dieses Jahr finden die Gefäßvorsorgetage von 4. bis 8 November 2019 statt. Gefäßspezialisten untersuchen, ob ein Aneurysma vorhanden ist, und klären über Krankheit und Therapien auf.

„Studien zeigen, dass Menschen in einem Aneurysma-Screeningprogramm länger und gesünder leben als Menschen, die in keinem Screening-Programm sind“, so Prim. PD Dr. Afshin Assadian, wissenschaftlicher Sprecher des Gefäßforums Österreich, Präsident der Österreichischen Fachgesellschaft für Gefäßchirurgie und Vorstand der Gefäßchirurgie im Wilhelminenspital Wien. Aneurysmen verursachen keine Symptome und können einfach durch einen Bauchultraschall festgestellt werden. Das Risiko, dass ein Aneurysma platzt, hängt von seiner Größe ab. Generell ist ein Aneurysma über 5 cm Durchmesser operationswürdig. Eine Ruptur ist bei mehr als 90 % tödlich, etwa die Hälfte der Patienten, die ein Krankenhaus mit entsprechender Expertise lebend erreichen, überleben. Deshalb muss eine geplante Operation unter optimalen Bedingungen dem Notfall vorgezogen werden. Besonders gefährdet sind Männer über 65, die rauchen oder früher geraucht haben, einen Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte oder eine andere Gefäßerkrankung haben sowie eine Bindegewebsschwäche (Leisten oder Nabelbrüche) aufweisen.

Alle Informationen zu den teilnehmenden Ambulanzen ab 25. Juni 2019 unter www.gefaessforum.at

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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