AT: FPÖ – Belakowitsch/Hofer: Endlich faire Entlohnung für Pflegekräfte sicherstellen

© Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz

Gehalt schon in der Ausbildung analog zu Polizei und deutliche Lohnerhöhung sind Gebot der Stunde

Während die Pflegereform der Bundesregierung auf sich warten lässt, berichten Pflegekräfte – wie man aktuellen Medienberichten entnehmen kann – über Missstände, Personalmangel und fehlende finanzielle Mittel. „Die Zeit der Untätigkeit der Bundesregierung muss ein Ende haben. Seit fast zwei Jahren wird eine Reform im Pflegebereich versprochen. Passiert ist noch immer nichts“, kritisierten der Dritte Nationalratspräsident FPÖ-NAbg. Norbert Hofer und FPÖ-Sozialsprecherin NAbg. Dagmar Belakowitsch die Untätigkeit von Türkis-Grün. „Corona darf hier keine Ausrede sein. Der Reformbedarf in der Pflege besteht schon viele länger. Die Pandemie zeigt die Probleme nur noch viel deutlicher auf“, so Belakowitsch weiter.

Die beiden FPÖ-Politiker fordern daher eine Erhöhung der Gehälter von Pflegekräften schon in der Ausbildung analog zu jenem der Exekutive. Ein Beamter verdient im ersten Jahr der Ausbildung knapp 1.800 Euro, im zweiten rund 2.200 Euro. Auch danach – in der Berufspraxis – sei ein höheres Gehalt dringend erforderlich.

„Weil Pflegekräfte fehlen, müssen in Österreich ganze Spitalsabteilungen geschlossen werden. Wir müssen Menschen, die sich zu einer Ausbildung in der Pflege entscheiden, genauso wie Polizeischüler schon in der Ausbildungszeit bezahlen. Das wäre ein zusätzlicher Anreiz für junge Menschen, den Pflegeberuf zu ergreifen und bietet Menschen, die bereits im Berufsleben stehen die Möglichkeit, in den Pflegeberuf zu wechseln“, bekräftigte Norbert Hofer den Vorschlag.

Seit Ausbruch der Corona-Krise ist der Pflegeberuf noch stärker in den Fokus gerückt. „Zurecht werden Pflegekräfte als ‚Helden des Alltages‘ bezeichnet. Daher muss endlich Schluss sein mit unbezahlten Pflichtpraktika. Der Pflegeberuf muss die Wertschätzung erfahren, die er verdient“, forderten Belakowitsch und Hofer.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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