AT: Forscherin: Kleine Fresszellen im Gehirn kappen unnötige Verbindungen

Siegert untersucht die "mysteriösen, gefräßigen Zellen" © IST Austria

Klosterneuburg (APA) – Kleine Fresszellen (Mikroglia) formen das Gehirn in der Entwicklung, indem sie unnötige Verbindungen zwischen Nervenzellen kappen, erklärte Sandra Siegert vom Institute of Science and Technology (IST) Austria der APA. Im Übereifer fördern sie aber auch neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson sowie Depressionen. Siegert erforscht die „gefräßigen, mysteriösen“ Hirnzellen in Mäusen und menschlichen Minihirnen und berichtet darüber Mittwoch in einem Online-Vortrag.

Mikroglia sind eine kleine, aber feine Population von fünf Prozent der Gehirnzellen – 45 Prozent sind andere, große „Gliazellen“ und 50 Prozent Nervenzellen, sagte Siegert. Sie sind lang gestreckt, haben feine, verzweigte Fortsätze und können sich wie Amöben fortbewegen. „Man kennt sie schon seit über Hundert Jahren und wusste, dass sie auf Gehirnverletzungen reagieren“, so die Forscherin. Dann verändern sie ihre Form, werden zu großen Fresszellen, auch Abräumzellen genannt, und isolieren die verletzte Stelle, um das umliegende Gewebe zu schützen. Viel Gedanken habe man sich aber bis vor kurzem nicht über diesen Zelltyp gemacht, sondern sich vor allem auf die Nervenzellen konzentriert.

Den kompletten Artikel finden Sie unter: APA Science

Mit freundlicher Genehmigung der APA Science

Markus Golla
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Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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