AT: Erweiterung des Schlaflabors im Franziskus Spital Margareten

Die Pulmologie im Franziskus Spital nimmt nach kurzer Umbauphase ein modernes und wahrscheinlich das schönste Schlaflabor in Wien in Betrieb

(C) FRANZISKUS SPITAL GMBH/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Wien (OTS) – Im September 2018 wurde der Betrieb im modernen und vergrößerten Schlaflabor des Franziskus Spitals Margareten aufgenommen. In Anwesenheit von Mag.a Susanne Schaefer-Wiery, Bezirksvorsteherin des 5. Wiener Gemeindebezirks Margareten eröffneten Geschäftsführer Mag. Martin Steiner und OA Dr. Rainer Popovic, Leiter des Schlaflabors und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung, am 15. Oktober 2018 die Erweiterung der Räumlichkeiten.

„Ich finde es großartig, mit dem Franziskus Spital ein Krankenhaus im Bezirk zu haben, wo neben den ausgezeichneten Leistungen und der familiären Atmosphäre auch laufend das Angebot erweitert und verbessert wird“, freut sich Bezirksvorsteherin Mag.a Susanne Schaefer-Wiery.

Laut Studien hat jeder Fünfte Erwachsene schlafbezogene Atmungsstörungen. Schlechter Schlaf wirkt sich nicht nur auf die Lebensqualität während des Tages aus, sondern kann auch ein ernsthafter Hinweis auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt sein.

„Um den steigenden Bedarf und der größer werdenden Nachfrage gerecht zu werden, ist neben Modernisierungsarbeiten am Schlaflabor das Angebot von Polysomnographie-Überwachungseinheiten von drei auf sechs Betten erweitert worden“, erläutert Mag. Martin Steiner, Geschäftsführer des Franziskus Spital den Umbau des Schlaflabors.

Als Teil der Pulmologie im Franziskus Spital liegt der Schwerpunkt des Schlaflabors in der Diagnose und Therapie der Schlaf assoziierten Atmungsstörungen. Dazu zählen unter anderem die Schlafapnoe, das OHS (Atemproblemen bei massivem Übergewicht), aber auch Erkrankungen der Lunge wie COPD oder der Atemmechanik (Deformationen der Wirbelsäule), die sich im Schlaf deutlich verschlechtern können und zu einer gestörten Sauerstoffaufnahme führen.

Eine der bekanntesten und häufig auftretenden Erkrankungen in diesem Zusammenhang ist die Obstruktive Schlafapnoe, kurz OSA. Das Zusammentreffen von Schnarchen mit beobachteten Atempausen, nicht erholsamer Schlaf, der in extreme Tagesmüdigkeit mit unwillkürlicher Einschlafneigung mündet, Übergewichtig und Bluthochdruck sind Hinweise auf eine mögliche OSA sein.

Bei Verdacht auf OSA werden die PatientInnen von ihrem Arzt zum Schlaflabor zugewiesen, wobei zuvor eine Abklärung mittels einer ambulanten Voruntersuchung (Ambulante Polygraphie) nötig ist. Dabei werden dem PatientInnen kleine Überwachungsgeräte mit nach Hause gegeben, die über Nacht verschiedene Signale von Herz und Atmung aufzeichnen. Diese werden anschließend ausgewertet.

Was passiert im Schlaflabor 

Die Polysomnographie (PSG) ist eine Schlafuntersuchung, bei der Schnarchverhalten, Schlaf, Herztätigkeit, Atmung und etwaige rhythmische Beinbewegungen mit unterschiedlichen Sensoren – ähnlich wie beim EKG – überwacht und analysiert werden,“ beschreibt Dr. Popovic, Leiter des Schlaflabors den Ablauf des Verfahrens. Die sicherste und verlässlichste Therapie ist die nichtinvasive Atemunterstützung mit einer Beatmungsmaske (CPAP). Damit kann die Offenhaltung der oberen Atemwege sichergestellt werden“, so OA Popovic.

Ein Team von insgesamt acht biomedizinischen AnalytikerInnen betreut PatientInnen im Schlaflabor und führt die polysomnographische Überwachung in angenehmen Ambiente und Komfort eines Einzelzimmers durch.

In der abschließenden Befundbesprechung wird dem Patienten nochmals genau sein Problem erklärt und die optimale Therapie bzw. Alternativen angeboten. Dies verhindert Folgeerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und führt zu einer deutlichen Verbesserung der Schlaf- und Lebensqualität.

Über das Franziskus Spital

Das Franziskus Spital entstammt der Fusion des Krankenhauses St. Elisabeth, Wien Landstraße, mit dem Hartmannspital, Wien Margareten. Schwerpunkte sind die gleichzeitige Behandlung von Herz und Lunge, eine breite und spezialisierte Chirurgie, die multimodale Schmerzmedizin sowie Diabetes und Remobilisation.

Markus Golla
Über Markus Golla 3326 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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