AT: Elisabethinen-Krankenhaus: Ausgezeichneter Umweltschutz

Bild © Fotocredit: William Tadros /BMK Das Umweltministerium verlieh dem Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt die EMAS- Urkunde für vorbildliches Umweltmanagement. Geschäftsführer Mag. Michael Steiner, MAS, Ing. Jürgen Kugi (Haustechnik), Pflegedirektorin DGKP Silvia Lueger, MSc und die Kaufmännische Direktorin Mag. Dr. Elke Haber, MBA nahmen die Auszeichnung vom Leiter der Sektion „Umwelt und Kreislaufwirtschaft“, DI Christian Holzer, entgegen

Im Rahmen der „Umweltmanagement-Konferenz“ am 27. September in Wien erhielt das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt vom Bundesministerium das EMAS-Zertifikat für erfolgreiche Maßnahmen im Bereich Umweltschutz überreicht. Seit 2019 ist das Krankenhaus im EMAS Register der Europäischen Union eingetragen. Vertreter des Krankenhauses nahmen die begehrte Registrierungsurkunde entgegen.

Im Zuge der Umweltmanagement-Konferenz 2021 wurden am Montag, 27. September 2021, Umweltpreise- und -zertifikate verliehen und herausragende EMAS-(re)zertifizierte Unternehmen ausgezeichnet. Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt wurde für seine erfolgreichen Maßnahmen zum Umweltschutz mit der EMAS-Urkunde und seine praxistauglichen Lösungen zur Reduktion von Umweltbelastungen ausgezeichnet. Der Leiter der Sektion „Umwelt und Kreislaufwirtschaft“, DI Christian Holzer, überreichte die Urkunde, stellvertretend für Bundesumweltministerin Leonore Gewessler.
„Dahinter steckt sehr viel Arbeit“, stellte Mag. Michael Steiner, MAS, Geschäftsführer des Elisabethinen-Krankenhauses und Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan, fest. „EMAS erlaubt eine klare Orientierung auf die Umweltleistungen unseres Hauses. Wir streben eine ständige Verbesserung an, um den steigenden Qualitätsanforderungen unserer PatientInnen auch gerecht zu werden“, bekräftigte Mag. Steiner, MAS.

Nachhaltigkeit im täglichen Krankenhausbetrieb
Hinter dem Umwelt-Zertifikat des allgemein öffentlichen Krankenhauses stehen zahlreiche Anstrengungen, um den Bedarf an Wasser, Energie und anderen Ressourcen zu verringern und einen effizienten Einsatz im Krankenhaus zu gewährleisten. Durch regelmäßige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Krankenhaus, wie dem kürzlich erfolgten Austausch der Fenster, werden die Energiekosten deutlich gesenkt. Auch die täglich anfallende Müllmenge wird reduziert und es wird großer Wert auf Hygienestandards gelegt.

Sparsamkeit in der Küche
Auch im Bereich der Speisenversorgung im Krankenhaus konnten bereits zahlreiche Initiativen ergriffen und erfolgreich umgesetzt werden. Das beginnt bei der Sanierung der Krankenhausküche, dem Austausch von Großgeräten bis hin zur Anschaffung neuer energiesparender Kochtöpfe. Zusätzlich engagiert sich das Krankenhaus in Kooperation mit dem Küchenbetreiber Markas bei der Initiative „United Against Waste“. Das Programm unter dem Motto „Nix übrig für Verschwendung“, ermöglicht Großküchen-Betreibern die Performance beim Lebensmittelabfall laufend zu überwachen und die größten Einsparpotenziale leicht zu identifizieren.

Wärmepumpe und eigener Tiefenbrunnen
Seit 2014 sorgt eine Grundwasserwärmepumpe für die Wärmeerzeugung im Krankenhaus. Diese Wärmepumpe wird vom hauseigenen Tiefenbrunnen im Klostergarten mit Wasser versorgt. Zusätzlich ist das Krankenhaus an das Fernwärme-Netz der Landeshauptstadt angeschlossen. „Wird der Heizbedarf von 2014 mit dem Heizbedarf von heute verglichen, ergibt sich eine Einsparung beim Heizbedarf Fernwärme von rund 47 %. D.h., eine Reduktion von 47 % für unsere Umwelt“, kalkuliert Mag. Dr. Elke Haber, MBA, Kaufmännische Direktorin und ausgebildete CSR-Managerin.

Natürlich gute Projekte
Weitere soziale und ökologische Erfolgsbeispiele für das nachhaltige Selbstverständnis des Elisabethinen-Krankenhaues sind der Therapiegarten in Kooperation mit der Drogenberatung VIVA, die Elisabethinen-Bienen mit dem Bienenschutzgarten und die „Blumenwies’n“ in Kooperation mit dem Maschinenring. Letztere fördern die Erhaltung der Biodiversität im urbanen Raum.

Gesunde Mobilität
Die Umstellung des Fuhrparks der Ambulanten Geriatrischen Remobilisation auf Elektromobilität für Fahrten zu den PatientInnen ist ein weiterer Teil der vielen Umweltaktivitäten, die dem Ordenskrankenhaus die EMAS-Zertifizierung sowie die KURIER- Auszeichnung „Nachhaltigstes Unternehmen 2021“ einbrachte.

EMAS-Zertifizierung als Nachweis der Umweltorientierung
Das EMAS-Gütesiegel der Europäischen Union gilt weltweit als das anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement. Diese strenge Zertifizierung muss man sich alle drei Jahre aufs Neue verdienen. Das EMAS-Überwachungsaudit wird durch externe Umweltgutachter der Quality Austria durchgeführt.

Ein wesentlicher Aspekt von EMAS ist es, dass Unternehmen sich selbst konkrete Ziele für die Verbesserung der Umweltleistung setzen, deren Erreichung in der jährlichen Umwelterklärung für die interessierte Öffentlichkeit transparent gemacht wird.
Im Krankenhausalltag unterstützt das Elisabethinen-Krankenhaus zudem den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen – Sustainable Development Goals, kurz SDGs.

Hintergrund
Das Elisabetinen-Krankenhaus Klagenfurt ist eines von sieben Spitälern in der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, die mit insgesamt rund 4.800 MitarbeiterInnen eine der größten privaten Krankenanstalten Erhalter in Österreich ist. Derzeit sind alle sieben Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder nach EMAS III zertifiziert bzw. re- zertifiziert.

A. ö. Krankenhaus der Elisabethinen in Klagenfurt am Wörthersee

Das A. ö. Krankenhaus der Elisabethinen ist ein christlich geführtes Spital mit einer über 300-jährigen Tradition. Als allgemeines öffentliches Krankenhaus können alle PatientInnen die Leistungen des Hauses in Anspruch nehmen.
Das Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt ist immerwährend bestrebt, Medizin am Puls der Zeit und christliche Nähe harmonisch in Einklang zu bringen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team sind wir bemüht, dass „Genesung und Besserung aus guten Händen“ im Mittelpunkt des täglichen Handelns stehen.

Heute arbeiten im Elisabethinen-Krankenhaus 385 Mitarbeiter, die jährlich rund 7.500 PatientInnen stationär und rund 30.000 PatientInnen ambulant betreuen.
Die medizinischen Schwerpunkte des Krankenhauses liegen im Bereich der Orthopädie und Traumatologie, Chirurgie, Inneren Medizin mit Rheumatologie und angeschlossenem Department für Akutgeriatrie und Remobilisation.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die chirurgisch und orthopädische „Tagesklinik Sankt Elisabeth“, die von den PatientInnen sehr gut angenommen wird. Das Zentrum für den Bewegungsapparat. Dieses interdisziplinäre Kompetenzzentrum bietet eine hervorragende Rundumbetreuung von Diagnostik und Therapie bei Erkrankung des Bewegungsapparates bis hin zur Prävention von rheumatischen Erkrankungen.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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