AT: Einzelhandel und Gesundheitswesen auf Erfolgskurs

4. August 2020 | News Österreich | 0 Kommentare

Wien (OTS) – In Sachen Stellenmarkt gibt es gute Neuigkeiten: Seit den ersten Lockerungen der Corona-Vorschriften stabilisiert sich der Stellenmarkt immer mehr. In fast allen Bereichen ist die Nachfrage nach neuem Personal leicht angestiegen. Das zeigt eine Auswertung von Index im Auftrag von StepStone Österreich, für die Stellenausschreibungen in 22 Printmedien und 21 Jobbörsen analysiert wurden. Konkret haben neben Fachkräften aus dem medizinischen Bereich auch Jobsuchende im Einzelhandel gute Chancen.

Gesundheitsbranche: Fachkräfte dringend gesucht

Ärztliches Fach- sowie Pflegepersonal werden aktuell händeringend gesucht. Seit Bekanntwerden der ersten Covid19-Infektionen in Österreich im März dieses Jahres stieg das Stellenangebot im Gesundheitswesen rapide an, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung während der Pandemie zu gewährleisten.

„Vor allem der Bedarf an Pflegekräften war im ersten Halbjahr 2020 fast durchgängig höher als im Vorjahr“, so StepStone-Studienleiterin Barbara Oberrauter-Zabransky. „Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2020 sechs Prozent mehr Stellen für Pflegekräfte als noch vor einem Jahr veröffentlicht, sie zählen damit zu den deutlichen Gewinnern auf dem Stellenmarkt.“

Nachfrage im Verkauf gestiegen

Neben dem Gesundheitswesen wurden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einzelhandel verstärkt nachgefragt: Insgesamt wurden von Januar bis Juni 2020 25.146 Stellenanzeigen inseriert, was einem Plus von mehr als drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Besonders am Anfang des Jahres standen viele Stellenangebote zur Verfügung, während sich im März das Jobangebot am deutlichsten verringert hat. „Der Rückgang lässt sich auf die Schließung vieler Geschäfte zurückführen, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen“, erläutert Oberrauter-Zabransky. Bereits im April und Mai hat sich der Stellenmarkt für den Einzelhandel aber wieder erholt: Im Juni 2020 wurden knapp 100 Stellen mehr als im Vorjahresmonat veröffentlicht.

Marketing, Personalwesen und Vertrieb mit Verlusten

Ebenfalls positiv entwickelt sich das Jobangebot für Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen: Im Juni 2020 wurden genauso viele Inserate wie im Juni 2019 veröffentlicht. Auch der Rückgang im ersten Halbjahr ist mit -16,6 Prozent deutlich geringer als der Gesamtrückgang.

Auf der anderen Seite musste die Marketingbranche mit einem deutlichen Rückgang kämpfen (minus 35%), ebenso wie das Personalwesen (minus 31%) und der Vertrieb (minus 30%).

Burgenland und Vorarlberg mit geringstem Stellenrückgang

Auf regionaler Ebene zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede: Während im Burgenland und in Vorarlberg der geringste Gesamtrückgang verzeichnet werden konnte (jeweils minus 13%), waren in Oberösterreich und Tirol jeweils rund ein Viertel weniger Stellen verfügbar. Den stärksten Rückgang verzeichneten Wien und Salzburg, „jedoch ist hier mit dem ‚Wiederhochfahren‘ der Wirtschaft auch wieder einiges in Gang gekommen“, kommentiert Oberrauter-Zabransky.

Blick in die Zukunft

Auch der Blick in die Zukunft stimmt positiv, sagt StepStone-Geschäftsführer Nikolai Dürhammer: „Quer durch alle Berufsgruppen erholt sich die Nachfrage seit Mai 2020 wieder deutlich.“ Das stimme durchaus positiv für die Zukunft: „Während in der Corona-Hochphase viele Unternehmen verunsichert waren, führen die gelockerten Maßnahmen wieder zu mehr Zuversicht und einer wachsenden Nachfrage nach Fachkräften.“

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INFO: StepStone Österreich zählt zu den führenden Recruiting-Unternehmen Österreichs und führt laufend Studien zu den Themen Employer Branding, Recruiting und Personalmanagement durch. Für die vorliegende Erhebung hat die Marktforschungsagentur index im Auftrag von StepStone in 22 Printmedien und 21 Jobbörsen Stellenanzeigen in ganz Österreich ausgewertet.

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Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)