AT: Ein Virus verändert die Gesellschaft. Neues Corona-subject der Uni Innsbruck erschienen

Titel-Screenshot des aktuellen subjects. Es zeigt einen Ausschnitt aus dem Wandmosaik von Hubert Schmalix an der Universität Innsbruck. Fotonachweis: Universität Innsbruck

Was versteht man unter „Maßnahmen“? Rächt sich die Globalisierung? Was können wir aus der Geschichte über Heilmittelforschung oder Reisebeschränkungen lernen? Wissenschaftler*innen der Uni Innsbruck beleuchten die Krise aus gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und historischen Perspektiven. Mehr zum Thema erfahren Sie außerdem noch bis morgen in der Online-Tagung „Corona verstehen. Die Pandemie aus der Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften“.

Schon seit Beginn der Pandemie werden im „subject“, der Dossier-Reihe der Universität Innsbruck, unterschiedliche Facetten der Corona-Krise, die von Wissenschaftler*innen untersucht werden, aufgegriffen. Dieses Mal stehen sozial- und kulturwissenschaftliche Themen und Fragestellungen im Zentrum der Ausgabe. Martina Baleva, Expertin für Kunstgeschichte, verfolgt die unterschiedlichen Darstellungen des Corona-Virus im Lauf der Zeit. Philosophin Anne Siegetsleitner spricht im Interview über „Maßnahmen“, „Notwendigkeit“ und „Mitmachen“, während der Völker- und Europarechtler Andreas Müller im Video über Überwachung und Rechtsstaat spricht. Doch auch aus der Geschichte können interessante Parallelen gezogen werden. Robert Rollinger erörtert die Schatten der Globalisierung und untersucht, wie sich schon in der Frühzeit Seuchen in der Welt verbreitet haben. Weiters beschäftigt sich Medizinhistorikerin Elisabeth Dietrich-Daum mit der Forschung an Heilmitteln und Wirtschaftshistoriker Wolfgang Meixner erläutert, dass die heimische Tourismuswirtschaft schon einmal stark von Reisebeschränkungen getroffen wurde. Wie die aktuelle Krise gedeutet werden kann, darüber macht sich abschließend der Zeithistoriker Dirk Rupnow Gedanken: „Die Krise kann eine Chance sein – aber eine Chance wofür, das zeigt sich erst in der längeren Perspektive. Und ob sie genutzt wurde, auch.“

Das aktuelle „subject“ gibt es hier zu lesen: Ein Virus verändert die Gesellschaft. https://www.uibk.ac.at/newsroom/dossiers/corona05/

Die öffentlich zugängliche Online-Tagung: „Corona verstehen. Die Pandemie aus der Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften“

Interdisziplinär, multimedial

Mit der „subject“-Reihe schöpfen wir gestalterisch und inhaltlich aus dem Vollen: Zum einen nutzen wir die multimedialen Möglichkeiten von Online-Beiträgen aus, eine Kombination von Texten, Bildern, Videos und Audiobeiträgen zeigt Querschnittsmaterien anschaulich und verständlich. Zum anderen gibt uns die inhaltliche Breite der Universität Innsbruck mit ihren 16 Fakultäten, sechs Forschungsschwerpunkten und mehreren tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, Zukunftsthemen breit und interdisziplinär zu beleuchten. Wir haben uns bereits mit dem Wahrheitsbegriff in der Wissenschaft, der globalen Ernährungslage, dem Projekt Europa, der Gestaltung von und der Suche nach Wohnraum, mit Angst, den kleinen Dingen und der Geschichte der Uni Innsbruck auseinandergesetzt. Die aktuelle Ausgabe ist die fünfte in einer Reihe von Perspektiven-Ausgaben, die uns einen Blick auf eine Welt „nach Corona“ erlauben sollen.

Alle Ausgaben: https://www.uibk.ac.at/newsroom/subject.html

Markus Golla
Über Markus Golla 9190 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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