AT: Ein Meilenstein im Kampf gegen Krebs: Kostenlose HPV-Impfung bis zum 21. Lebensjahr

15. November 2022 | News Österreich, Onkologie

Krebshilfe und AGO Austria danken Bund, Ländern und Sozialversicherung für diesen Meilenstein im Kampf gegen Krebs.

Die HPV-Impfung ist nachweislich wirksam gegen HPV-assoziierte gynäkologische Krebserkrankungen, Analkrebs, Peniskrebs und Krebs im Mund- und Rachenraum. Bis dato war die HPV-Impfung für Mädchen und Buben vom vollendeten 9. bis zum vollendeten 12. Lebensjahr im Rahmen des Kinderimpfprogramms kostenlos erhältlich und vom vollendeten 12. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zum Selbstkostenpreis. Ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mussten die vollen Kosten (rd. 620 Euro für die 3-er-Impfung) bezahlt werden.

„Die HPV-Impfung gehört zu einer der wichtigsten Maßnahmen in der Vermeidung vieler Krebsarten,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Auch wenn der reduzierte Selbstkostenpreis eine finanzielle Erleichterung darstellte, war es vielen Eltern und Erziehungsberechtigten finanziell nicht möglich, ihr Kind/ihre Kinder impfen zu lassen. Die Ausweitung der kostenlosen HPV-Impfung bis zum vollendeten 21. Lebensjahr ist eine wichtige gesundheitspolitische, verantwortungsbewusste und gerechte Maßnahme, die wir sehr begrüßen und dafür unseren ausdrücklichen Dank an Bundesminister Rauch aussprechen wollen. Ein herzliches Danke auch an Frau Minister Klaudia Tanner, dass den Rekruten in Hinkunft die HPV-Impfung angeboten wird“, so Sevelda.

„Das Angebot der kostenlosen HPV-Impfung bis zum 21. Lebensjahr stellt einen Meilenstein im österreichischen HPV-Impfprogramm dar,“ so AGO-Präsident Assoz.-Prof. Dr. Christoph Grimm. „Durch dieses zusätzliche Angebot kann hoffentlich die Durchimpfungsrate entscheidend verbessert werden und somit eine Vielzahl an unangenehmen gutartigen HPV-assoziierten Erkrankungen und darüber hinaus gefährlichen bösartigen Erkrankungen vermieden werden.“

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)