AT: Ein Jahr Arbeiten mit der Pandemie

karriere.at: Jeder dritte Jobwechsel ist durch Corona bedingt

Eine aktuelle repräsentative Studie des größten österreichischen Jobportals karriere.at zeigt: Fast ein Drittel der Befragten wünscht sich nach einem Jahr Corona einen krisensichereren Job. Junge Arbeitnehmer*innen, Personen in Kurzarbeit sowie Wiener*innen sind momentan besonders wechselwillig. Zudem sind Österreicher*innen weiterhin in hohem Maße bereit, Corona-Maßnahmen am Arbeitsplatz mitzutragen.

Dem heimischen Arbeitsmarkt fehlt es trotz der langanhaltenden Pandemie nicht an Dynamik. Das geht aus der repräsentativen Marketagent-Studie im Auftrag von karriere.at hervor, in der im Februar rund 500 Arbeitnehmer*innen in Österreich zum Thema Arbeiten in Zeiten von Corona befragt wurden. So denkt jede*r fünfte Arbeitnehmer*in mehrmals pro Woche oder Monat darüber nach, den aktuellen Job zu wechseln, 15 Prozent der Befragten sind momentan intensiv auf Jobsuche. „Wir sehen, dass zurzeit insbesondere junge Arbeitnehmer*innen im Alter von 16 bis 29 Jahren, Personen in Kurzarbeit sowie Beschäftigte in Wien an einem Jobwechsel interessiert sind“, sagt Georg Konjovic, CEO von karriere.at.

Fast ein Drittel will mehr Sicherheit im Job

Fast die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) gibt höheres Gehalt als Grund für einen Jobwechsel an, fast ein Drittel (28 Prozent) wünscht sich einen krisensichereren Job und knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) möchte mehr Anerkennung für ihre Leistungen. Gleichzeitig gibt jede*r dritte Befragte (33 Prozent) an, dass die Corona-Krise einen „sehr großen“ bzw. „eher großen“ Einfluss auf einen Wechsel des Arbeitsplatzes hat.

Dennoch dämpft die aktuelle Krise die Wechselbereitschaft: So denkt mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer*innen (52 Prozent), dass aktuell ein „sehr schlechter“ bzw. „schlechter“ Zeitpunkt ist, nach einer neuen beruflichen Herausforderung zu suchen. Nur jede*r zehnte Arbeitnehmer*in findet den Zeitpunkt günstig, um sich nach einem neuen Job umzusehen.

Jüngere Arbeitnehmer*innen von Entlassungen stärker betroffen

Die seit einem Jahr andauernde Pandemie hinterlässt tiefe Spuren auf dem heimischen Arbeitsmarkt: Bei jedem siebenten Befragten wurde das Arbeitsverhältnis seit dem Ausbruch der Pandemie aufgelöst, bei jedem zehnten erfolgte die Auflösung durch den Arbeitgeber. „Der Faktor Alter spielt bei der Corona-Krise eine wesentliche Rolle: Vor allem Arbeitnehmer*innen im Alter von 16 bis 29 und von 30 bis 39 Jahren waren besonders von Corona-bedingten Entlassungen betroffen“, sagt Georg Konjovic.

Als häufigster Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses (49 Prozent der Befragten) wurden Personaleinsparungen bzw. vorübergehende Personalreduktionen im Unternehmen genannt. Die Jobsuche in der Krise gestaltet sich umso schwieriger: 53 Prozent der Corona-Arbeitslosen haben seit der Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses immer noch keinen neuen Job gefunden.

Besonders Frauen unterstützen Corona-Maßnahmen am Arbeitsplatz

„Die Österreicher*innen zeigen auch ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie große Bereitschaft, aktiv an der Eindämmung des Coronavirus an ihrem Arbeitsplatz mitzuwirken. Manche Maßnahmen wie das Tragen von FFP2-Masken finden allerdings mehr Akzeptanz bei Frauen“, so der karriere.at-CEO Konjovic. Mehr als 90 Prozent der Befragten sind bereit, klassische Hygienemaßnahmen wie Abstandhalten oder Lüften „auf jeden Fall“ oder „eher schon“ mitzutragen. Eine hohe Bereitschaft herrscht auch bei Testungen und Impfungen: Rund 70 Prozent der Arbeitnehmer*innen stehen kostenlosen Corona-Schnelltests und PCR-Tests in ihrem Unternehmen positiv gegenüber, knapp 58 Prozent von ihnen würden sich auf freiwilliger Basis am Arbeitsort gegen Corona impfen lassen.

Über karriere.at

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Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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