AT: Digitalisierung erreicht Österreichs Krankenhäuser

Laut dem Krankenhaus-Vertrauensindex 2018 gaben 58,18 Prozent an, dass sich die Ausbildung des Krankenhauspersonals im Zuge der Digitalisierung verändern wird und zusätzliche Qualifikationen gefordert werden.

Die imh GmbH befragt im Zuge des Krankenhaus-Vertrauensindex (KHVI) Krankenhauspersonal zu wichtigen Themen im Gesundheitswesen. Für den KHVI 2018 wurden 335 Spitalsmitarbeiterinnen und Spitalsmitarbeiter befragt. Eine zentrale Fragestellung war: „Wird sich die Ausbildung und berufliche Praxis im Krankenhaus durch eHealth, Präzisionsmedizin, Telemedizin, Roboter usw. verändern?“
Beinahe 60 Prozent der Befragten gaben an, dass mit der Digitalisierung Veränderungen einhergehen werden und die Ausbildung an diese angepasst werden müssen. Es wird erwartet, dass sich die berufliche Praxis in den nächsten Jahren stark verändern wird. Der Einsatz neuer Technologien wird neue und zusätzliche Qualifikationen auf Personalseite erfordern. 37 Prozent gaben an, dass der Digitalisierungstrend keine Auswirkungen auf die Ausbildung und ihre Arbeit haben wird.

Die digitale Veränderung wird laut Studie von den Krankenhausmitarbeiterinnen und Krankenhausmitarbeitern als positiv beurteilt. Sie erwarten dadurch mehr Transparenz, eine höhere Vergleichbarkeit und einen schnelleren Informationsgewinn. Die Kernkompetenzen von Ärztinnen und Ärzten und dem Pflegepersonal können nicht durch Elektronik ersetzt werden. So werden Roboter und Computer als willkommene Hilfskräfte gesehen. Sie werden jedoch nicht als Bedrohung oder Ersatz für den eigenen Arbeitsplatz betrachtet.

Der imh-Krankenhaus-Vertrauensindex (KHVI) zeigt das Vertrauen in das eigene Krankenhaus auf. Der Indikator dafür ist, ob sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst dort behandeln lassen würden. Der KHVI steigt derzeit und hatte 2018 einen Wert von 164,2. Dies ist der höchste gemessene KHVI-Wert seit 2014.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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