AT: Die Heilkraft des Waldes: Natürliche Killerzellen durch ätherische Baumöle anregen

Titel: Die Heilkraft des Waldes mit der Duftmischung Waldspaziergang Copyright: Primavera Life GmbH
Waldbaden – „shinrin yoku“ – auch in den eigenen vier Wänden möglich
Ein Waldspaziergang wirkt wie Balsam für unser Wohlbefinden – Ruhe, tiefes Grün, reine Luft und würzige Düfte sind ein Genuss für alle Sinne und haben nachweislich positive Effekte auf Körper, Geist und Seele. Aus Japan stammt dafür die schöne Bezeichnung „shinrin yoku“ – Waldbaden. Die Heilwirkungen des Waldes lassen sich durch die Anwendung ätherischer Baumöle nun auch zuhause genießen.
Waldluft ist angereichert mit duftenden ätherischen Ölen. Ihre heilkräftigen Inhaltsstoffe wie z.B. Terpene werden von den Bäumen v.a. als Schutz vor schädlichen Einflüssen wie Insektenbefall, Hitze und Sonne gebildet und von Zweigen und Nadeln ausgeströmt. Wir können diese Baumöle über Haut und Lunge aufnehmen und von ihren positiven Wirkungen in vielfältiger Weise profitieren.
Gut für Körper, Geist und Seele
Vorreiter auf dem Gebiet des Waldbadens ist der Forstwissenschaftler und Arzt Dr. Qing Li aus Japan. Aufgrund seiner revolutionären Forschungsergebnisse (1) wurde Waldbaden in Japan bereits 1982 als staatliches Gesundheitsprogramm eingeführt. Dr. Li konnte unter anderem nachweisen, dass Waldluft unser Immunsystem stärkt. Bereits ein einziger Tag in waldreicher Umgebung kann die Anzahl der natürlichen Killer-Zellen (NK-Zellen) im Blut um 40 Prozent steigern. Diese Zellen aus der Familie der weißen Blutkörperchen können Tumorzellen und mit Bakterien oder Viren befallene Zellen erkennen und in weiterer Folge abtöten. Nach zwei bis drei Tagen im Wald steigt die Anzahl der NK-Zellen um etwa 50 Prozent, und das für etwa einen Monat (2,3). Die krebshemmenden Effekte von Baumöl-Inhaltsstoffen (z.B. Pinene, Limonen und Cineol) sind bereits seit langem aus der Pflanzenheilkunde bekannt. Neu ist jedoch die Tatsache, dass schon das bloße Einatmen heilsam für uns Menschen sein kann.
Darüber hinaus wirken Aufenthalte im Wald belebend auf den Stoffwechsel. Herzfrequenz, Blutdruck und Stresshormone sinken. Im Gegenzug steigen Entspannung, Gelassenheit und Wohlbefinden. Körper, Geist und Seele werden harmonisiert.
Medizinische Aromatherapie
Waldbaden wirkt wie eine aromatherapeutische Behandlung. Doch nicht jeder Mensch hat ausreichend Gelegenheit, Waldbaden im Freien zu praktizieren. Die gute Nachricht: Wir können den Wald in unsere eigenen vier Wände holen. Ätherische Baumöle beschenken uns mit der kraftvollen Wirkung des Waldes und lassen uns auch zuhause in der wohltuenden Ruhe der Bäume baden. Primavera als Marktführer für biologische ätherische Öle bietet dafür eine breite Duftöl-Palette– von Kiefernnadeln über Himalayazeder, Zirbelkiefer, Lärche, Tanne, Latschenkiefer und Zypresse bis zu Wacholder. Einzeln oder in Kombination angewandt, entfalten sie ihre vielfältigen positiven Effekte auf Körper, Geist und Seele. Eine den Waldaromen speziell nachempfundene Rezeptur ist beispielsweise der Spray „Wald to go“ mit Zirbelkiefer, Benzoe Siam und Zeder und „Waldspaziergang“ mit Tannen- und Fichtenduft – Sprühen, Augen zu und durch (… den Wald)!
Referenzen:
  1. Li Q. Effect of forest bathing trips on human immune function. Environ Health Prev Med. 2009;15(1):9-17.
  2. Arvay, Clemens G.: Der Biophilia-Effekt: Heilung aus dem Wald. 8. Aufl.; Wien: Editions A Verlag, 2015. S27-35.
  3. Li, Dr Qing ; Förs, Katharina: Die wertvolle Medizin des Waldes: Wie die Natur Körper und Geist stärkt. 1. Aufl.; Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag GmbH, 2018. S. 1-320.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)