AT: Die Häuser zum Leben helfen Flüchtlingen

Anna (siehe Video anbei), eine ukrainische Geologin, die mit ihren zwei Kindern aus Odessa flüchten musste und nun in einem der Häuser zum Leben wohnt, sagt: „Ich bin für die Hilfe von Wien und Österreich unglaublich dankbar. Ich schätze dieses Haus und die Menschen, die hier arbeiten, die uns die Möglichkeit geben, hier zu leben. Danke, wirklich, danke! Das ist großartig!“

Nicht nur am Weltflüchtlingstag bieten die Häuser zum Leben Flüchtlingen eine sichere Unterkunft. Die Frischküchen der Häuser versorgen zudem Menschen aus der Ukraine mit Mahlzeiten.

Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni erinnert jährlich daran, dass weltweit Millionen von Menschen gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen. Die Häuser zum Leben wurden bereits im Jahr 2015 aktiv und begannen sich ab diesem Zeitpunkt für die Flüchtlingshilfe zu engagieren. Für die MitarbeiterInnen dieses Teams war es bei Kriegsbeginn in der Ukraine selbstverständlich, die Ärmel hochzukrempeln und zu helfen: „Uns war in der Sekunde klar, dass wir diese Menschen unterstützen wollen!“, meint Mag. Christian Ellensohn, Teamleiter Flüchtlingshilfe der Häuser zum Leben.

In Rekordzeit wurden Möbel, Hygieneartikel und Wäsche organisiert. MitarbeiterInnen der Flüchtlingshilfe und aller Abteilungen, Ehrenamtliche sowie die Teams der PensionistInnenklubs für die Stadt Wien und anderer Hilfsorganisationen halfen mit viel Herzblut und Engagement, die leeren Wohnungen zu möblieren. Zudem wurden Listen für dringend benötigte Sachspenden erstellt und Spendenboxen aufgestellt. Die Hilfsaktion wurde von den BewohnerInnen mitgetragen, da viele von ihnen selbst Krieg erlebt haben und solidarisch sind.

Klar ist: Die gute Verfügbarkeit von Pflegeplätzen und Wohnungen für Wiener SeniorInnen bleibt selbstverständlich oberste Priorität der Häuser zum Leben. Den BewohnerInnen stehen auch weiterhin alle MitarbeiterInnen und Leistungen in der gewohnten Qualität zur Verfügung. So kommen ausschließlich Wohnungen, die über den derzeitigen Bedarf von Wiener SeniorInnen frei sind, für die Flüchtlingsunterbringung in Frage. Zudem ist das harmonisch funktionierende Zusammenleben in den Häusern stets eine Bedingung. Das Angebot richtet sich daher vornehmlich an Familien und SeniorInnen. Maßgeschneiderte Lösungen für die Kommunikation, die Sicherheit, die Corona-Prävention, die Verpflegung und die Kinderbetreuung waren auf Grund der siebenjährigen Erfahrung rasch gefunden.

Die Bilanz: Über 300 ukrainische Flüchtlinge haben in den Häusern zum Leben vorübergehend ein sicheres Zuhause gefunden. Der Gastronomische Bereich der Häuser zum Leben mit seinen 30 Frischküchen versorgt seit dem Beginn der Krise Erstaufnahmezentren und externe Flüchtlingsunterkünfte mit drei Mahlzeiten am Tag: „Die Leistung meines Teams ist herausragend“, sagt der zuständige Bereichsleiter Robert Guschelbauer: „Ich bin besonders auf die Einstellung meiner MitarbeiterInnen stolz. Ohne die riesige Hilfsbereitschaft und Professionalität wäre das unmöglich. Mit Ende Juni 2022 werden wir zusätzlich zu unserem regulären Betrieb 450.000 Mahlzeiten für die Flüchtlingsversorgung ausgeliefert haben!“

Mag. Christian Hennefeind, Geschäftsführer Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser: „Wir sehen es nicht nur als unsere Pflicht die Stadt Wien und den Fonds Soziales Wien bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen zu unterstützen. Vielmehr ist es unseren BewohnerInnen und allen MitarbeiterInnen ein großes Anliegen, Flüchtlingsfamilien rasch und unbürokratisch zu helfen.“ Anna (siehe Video anbei), eine ukrainische Geologin, die mit ihren zwei Kindern aus Odessa flüchten musste und nun in einem der Häuser wohnt, sagt: „Ich bin für die Hilfe von Wien und Österreich unglaublich dankbar. Ich schätze dieses Haus und die Menschen, die hier arbeiten, die uns die Möglichkeit geben, hier zu leben. Danke, wirklich, danke! Das ist großartig!“

Die Vermittlung der Plätze erfolgt ausschließlich über den Fonds Soziales Wien.

Spendenmöglichkeit: Sie haben die Möglichkeit an die KWP-Flüchtlingshilfe zu spenden: IBAN: AT66 1200 0100 1414 1633, Kennwort: Ukraine

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)