AT: Das Hetzen gegen die professionelle Pflege muss aufhören!

VERDINO | Martin Verdino

In den letzten Wochen wurden die professionell Pflegenden Österreichs wiederholt angegriffen, oftmals auf sehr tiefem Niveau. Damit muss endlich Schluss sein, fordert der ÖGKV.

Wir befinden uns noch immer mitten in einer Pandemie. Diese können wir nur gemeinsam bewältigen und nicht, in dem wir gegeneinander hetzen und einzelne Berufsgruppen mit teils nicht haltbaren Vorwürfen konfrontieren“, sagt Mag. Elisabeth Potzmann. Damit bezieht sich die Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands auf Aussagen von Politikerinnen in der Steiermark und Oberösterreich, die in den letzten Wochen mit diffamierenden bis beleidigenden Aussagen über Pflegepersonen aufhorchen ließen.

Die Pflegenden sind eine systemrelevante Berufsgruppe, die gerade in Zeiten der Pandemie übermenschliches geleitet hat. „Wir sind stolz darauf, eine wichtige Stütze der Gesellschaft zu sein. Dafür fordern wir aber auch Anerkennung und Respekt von der Politik und ihren Vertreter*innen“, so Potzmann. „Die professionell Pflegenden als Treiber der vierten Welle darzustellen, ist nicht nur falsch sondern in höchstem Maße demotivierend für alle, die bei ihrer täglichen Arbeit ihre Gesundheit riskieren“, führt Potzmann weiter aus.

In der professionellen Pflege, wie in jeder anderen Berufsgruppe, gibt es Menschen, die der Impfung skeptisch gegenüberstehen. Um eine höhere Durchimpfungsrate unter professionell Pflegenden zu erreichen, wird auf Dialog und Aufklärung gesetzt. Der ÖGKV wird Pflegende durch eine eigens auf sie ausgerichtete Informationskampagne unterstützen. „Gegenseitige Beschuldigungen und mit dem Finger aufeinander zeigen verschlechtert die Situation nur. Diese Krise kann nur gemeistert werden, wenn wir als Gesellschaft zusammenstehen und jeder seinen Beitrag leistet

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)