AT: Dankes-Fest im Haus Jedlersdorf

(C) KWP

Ein Danke für die tatkräftige Unterstützung, ein Danke für das schöne Miteinander und Danke für unterhaltsame Stunden.

Während der Zeit im Haus Döbling werden seitens der KWP-Flüchtlingshilfe laufend Integrationsmaßnahmen organisiert. Die AsylwerberInnen besuchen Deutschkurse, Kinder und Jugendliche gehen in die Schule bzw. den Kindergarten.

Des Weiteren ist es psychologisch, ethisch und volkswirtschaftlich erstrebenswert, diesen Menschen sinnstiftende Betätigungen zu ermöglichen. Während der Dauer des Asylverfahrens werden Möglichkeiten entwickelt, AsylwerberInnen in das Leben des Hauses zu integrieren. AsylwerberInnen begleiten BewohnerInnen bei Rollstuhlausflügen, helfen in der Haus.Wirtschaft mit, bei der Gartenpflege, in der Waschküche.

Ehrenamtliche Unterstützung im Haus Jedlersdorf

Die AsylwerberInnen sind nicht nur im Haus Döbling tätig sondern auch in anderen Häusern. Im Haus Jedlersdorf zB haben die Flüchtlinge seit Anfang des Jahres das Team der Hauswirtschaft ehrenamtlich unterstützt. „Wir haben Wohnungen weiß gemalt. Im Garten haben wir Unkraut gezupft. Und Laub aufgesammelt. Oft haben uns Bewohner angeredet. Alle waren sehr nett und höflich. Es hat sehr Spaß gemacht.“, erzählt Yahia Hamid. Er wohnt mit seiner Familie seit etwas über einem Jahr im Haus Döbling.

Leiter der Haustechnik Andreas Hiebner hat sich während des Jahres um die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus dem Irak gekümmert. „Yahia und die anderen Ehrenamtlichen haben uns wirklich toll unterstützt. Das Jahr über sind sie uns richtig ans Herz gewachsen und ein fester Bestandteil des Teams geworden.“

Donnerstag, 30. November 2017

Und weil es für alle Seiten, MitarbeiterInnen des Hauses, BewohnerInnen und Asylwerber ein schönes Erlebnis war, gab es im November ein großes Dankes Fest im Haus Jedlersdorf. Ein Danke für die tatkräftige Unterstützung, ein Danke für das schöne Miteinander und Danke für unterhaltsame Stunden.

Verköstigt wurden die Gäste von Lubna Hamid und ihrer Mutter Nada Rashied. Zusammen mit dem Küchenpersonal des Hauses kochten sie in der Großküche für alle Gäste ein traditionelles Gericht aus dem Irak: „Bereany“. Dies besteht aus Reis, Nudeln, Bohnen, Karotten, Kartoffel und vielem mehr. Für viele BewohnerInnen etwas ganz Neues, übrig geblieben ist allerdings nichts!

Und seitens des Hauses gab es auch noch eine kleine Überraschung: Bewohnerin Gerda Kohlhofer organisiert den Flohmarkt im Haus. Dieser findet alle 2 Wochen statt und bringt nicht viel aber doch ein bisschen Geld zusammen. „Die fleißigen Männer haben das ganze Jahr über unser Haus verschönert. Sie waren immer nett zu uns allen und haben super Arbeit geleistet. Es sind so liebe Leute!“ Und deswegen haben Frau Kohlhofer und ihre MitbewohnerInnen im Haus für die ehrenamtlichen Mitarbeiter und deren Familien eine Riesenradfahrt im Prater organisiert. „So können wir ihnen mal Wien von oben zeigen. Egal ob man aus dem Irak kommt oder von hier, so eine Aussicht über die Stadt hat man nicht alle Tage“, erzählt sie schmunzelnd.

Warum wir helfen

Das KWP hilft Familien aus Kriegsgebieten.

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

das KWP verschließt angesichts der Flüchtlingstragödie nicht die Augen. Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen mit vielen MitarbeiterInnen und BewohnerInnen haben wir im Herbst 2015 begonnen, wir notleidenden Familien aus Kriegsgebieten sehr konkret helfen. Um diese Hilfe strukturiert und nachhaltig zu gewährleisten, haben wir die Initiative „Wir Helfen – KWP-Flüchtlingshilfe“ ins Leben gerufen. Für die Koordination der Flüchtlingshilfe ist Ursula May verantwortlich.

Folgende Hilfsprojekte sind in Arbeit
Das KWP hat insgesamt rund 25 Flüchtlingsfamilien im Haus Döbling aufgenommen. Sie leben in nicht vom FSW geförderten Wohnungen, die am freien Markt nicht vermittelt wurden. Mehrere dieser Wohnungen (plus eine als Gemeinschaftsraum) bieten hilfesuchenden Familien eine dringend benötigte Zuflucht.

Die Besiedelung durch AsylwerberInnen erfolgte stufenweise. Die Wohndauer beträgt bis maximal vier Monate nach Ausfolgung des Asylbescheides.

Das KWP arbeitet eng mit dem Fonds Soziales Wien (FSW) zusammen. Wir möchten nicht nur Unterkunft geben, sondern eine gute Integration in unsere Gesellschaft gewährleisten. Wir wir haben den daher im KWP die Möglichkeit zur gemeinnützigen Arbeit geschaffen. Viele BewohnerInnen und MitarbeiterInnen haben sich zur ehrenamtlichen Arbeit bereit erklärt. Es gibt gemeinsame Aktivitäten mit BewohnerInnen – etwa Ausflüge oder Feste.

Für rasche und effektive Hilfe ist auch Geld notwendig. Ich bitte Sie daher um eine Spende. Spenden an die Flüchtlingshilfe sind von der Steuer absetzbar.

Spendenkonto:

Empfänger: Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser
IBAN: AT66 1200 0100 1414 1633
BIC: BKAUATWW
Verwendungszweck: KWP-Flüchtlingshilfe

Markus Golla
Über Markus Golla 3806 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studiengangsleitung (FH) und Vortragender im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen