AT: Covid-Abstrich – Wie ist die richtige Technik?

Eine Stellungnahme der Österreichischen HNO-Gesellschaft

(C) Matthias Stolt

Wien (OTS) – In den Medien wurden in den letzten Tagen die Wertigkeit von Covid-19 Antigen-Schnelltests wiederholt in Frage gestellt. Von der Österreichischen HNO-Gesellschaft werden diese Tests aus folgenden Gründen befürwortet:

Antigen Tests haben eine hohe Sensitivität: Ist der Abstrich korrekt aus dem Nasenrachen entnommen, dann deckt sich das Ergebnis in 80-95% mit dem Ergebnis einer PCR. Auch symptomlose Personen, die zum Zeitpunkt des Tests ansteckend sind, können mit großer Sicherheit identifiziert werden.

Bei korrekter Abstrichentnahme durch den unteren Nasengang ist dies für die untersuchte Person wenig unangenehm und nahezu komplett risikolos. Selbst das Auftreten von geringem Nasenbluten ist äußerst selten.

Dem Argument, dass die Tests immer nur eine Momentaufnahme darstellen, steht entgegen, dass die Tests im Gegensatz zur PCR kostengünstig und leicht verfügbar sind. Eine regelmäßige Testwiederholung ist dadurch problemlos möglich.

Gerade vor Familientreffen zu den Weihnachtsfeiertagen sind Antigen-Tests sinnvoll, um Ansteckungen durch symptomlose Personen im Familienkreis zu verhindern. Da viele Patienten die Durchführung des Tests bei dem ihnen vertrauten Arzt wünschen, ist eine Kostenübernahme solcher Tests bei niedergelassenen Ärzten durch den Bund oder die Krankenkassen analog zur Kostenübernahme von symptomatischen Personen wäre aus Sicht der HNO-Gesellschaft zu begrüßen.

Eine Anleitung zur Abstrichentnahme befindet sich auf der Homepage der HNO Gesellschaft www.hno.at hier

Markus Golla
Über Markus Golla 8761 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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