AT: Covid-19 und Long Covid: Psychologie hilft

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Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit

Wien (OTS) – Die vergangenen zwei Jahre hatten enorme Auswirkungen auf den Alltag und die Gesundheit der Bevölkerung, vor allem auf die mentale Gesundheit. Mit dem Beginn der Pandemie wurde unsere Gesellschaft vor eine komplett neue multiprofessionelle Behandlungssituation gestellt. Chronischer Stress, Depression und Angst stellen sowohl ein Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf von Covid-19, als auch für die Genesung von Long Covid dar.

Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) begrüßt daher das Engagement der Ärztekammer und deren „Full-Package-Angebot“ sehr. Auf eine bessere (Präventiv-)Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen darf jedoch nicht vergessen werden.

Klinisch-psychologische Diagnostik und Psychologische Therapie

„Klinisch-psychologische Diagnostik und evidenzbasierte Psychologische Therapie sind unverzichtbar, wenn es um die Begleitung und Behandlung von Long-Covid-PatientInnen geht“, so die Leiterin der BÖP AG Long Covid, Mag.a Doris Wolf.

„Die Pandemie hat uns mehr denn je gelehrt, dass wir die psychischen Erkrankungen ebenso ernst zunehmen haben, wie die körperlichen. Dies hat WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bereits mehr als deutlich gemacht“, erklärt BÖP-Präsidentin a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger. Psychologische Therapie hilft, die Probleme an der Wurzel zu packen und damit Kosten im Gesundheitssystem zu sparen, dazu braucht es jedoch neue Weichenstellungen im ASVG.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)