AT: Coronarisiko in der Schwangerschaft

Experte begrüßt die Forderung des ÖGB

(C) Romolo Tavani

Die Angst, dass sich das Coronavirus auch auf das ungeborenes Kind auswirken könnte, ist nicht ganz unbegründet. Verschiedenste Viruserkrankungen wie beispielsweise Feuchtblattern (Varicellen), Cytomegalie oder Zikaviren werden auch während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen und können dieses schwer schädigen.

„Auch wenn bisher nur wenig über den Einfluss von Corona auf das ungeborene Kind bekannt ist, sollten sich Schwangere besonders schützen. Die Forderung des ÖGB, dass vorzeitiger Mutterschutz möglich sein sollte ist daher vollkommen berechtigt und sollte von den ArbeitgeberInnen unbedingt berücksichtigt werden,“ so Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger, Leiter des Wunschbaby Institut Feichtinger in Wien.

Auch wenn der Virus möglicherweise nicht auf das ungeborene Kind übertritt ist die Gesundheit der werdenden Mutter zentral. „Sollte es demnächst eine etablierte Behandlung bzw. einen Impfstoff für COVID-19 geben, könnte dennoch die Behandlung erkrankter Patientinnen erschwert werden, da bestimmte Medikamente aufgrund einer bestehenden Schwangerschaft nicht gegeben werden dürfen. Die bisherigen Daten zu COVID-19 in der Schwangerschaft geben vorsichtig Entwarnung. Aufgrund der bisher niedrigen Zahl von erkrankten Schwangeren muss die Lage jedoch weiterhin genau beobachtet werden. Daher kann ich die Forderung von Frau Elisabeth Vondrasek, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft Vida unterstreichen und dazu aufrufen, dass werdene Mütter besonders geschütz werden müssen,“ so Feichtinger.

Markus Golla
Über Markus Golla 8157 Artikel
Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Lehrer für Gesundheit- und Krankenpflege (Studium Umit/Wien)

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