AT: Corona-Sonderförderung ermöglicht bessere Unterstützung von Bewohner*innen und Pfleger*innen in herausfordernden Zeiten

5. Juli 2022 | Covid19, News Österreich | 0 Kommentare

Corona-Pandemie, Personalmangel und Teuerungen verlangen Pflegebereich viel ab. Die Förderung bietet Entlastung.

Die vergangenen Jahre haben dem Pflegebereich das Äußerste abverlangt. Sowohl das Pflegepersonal als auch die Bewohner*innen waren und sind intensiv gefordert. Die Corona-Pandemie, der Personalmangel und jetzt die Teuerungen haben die Situation im Pflegebereich zusätzlich verschärft. „Wir begrüßen es sehr, dass die NÖ Landesregierung jetzt diese Corona-Sonderförderung zugesichert hat. Die letzten zweieinhalb Jahre waren alles andere als einfach. Pfleger*innen und Bewohner*innen wurde viel abverlangt – schwerste körperliche Arbeit in voller Schutzmontur bei den Pfleger*innen, Kontakteinschränkungen bei den Bewohner*innen. Wenn es uns nun auch dank dieser Unterstützung gelingt, Bewohner*innen wieder mehr soziale Aktivitäten und Teilhabe zu ermöglichen und unsere Teams weiter zu stärken, dann ist die heute beschlossene Corona-Sonderförderung eine wichtige Unterstützung“, sagt Klaus Schwertner, gf. Caritasdirektor der Erzdiözese Wien.

Die Corona-Sonderförderung kommt bei der Caritas in Niederösterreich den Häusern Bernadette, Leopold, Johannes der Täufer und St. Elisabeth zugute. Im letztgenannten Haus zum Beispiel gibt es rund 140 Betten und die finanzielle Unterstützung wird dringend benötigt: „Seit Jahren werden die Herausforderungen für uns als Betreiber des Pflegewohnhauses immer mehr. Die Corona-Pandemie, der Personalmangel und die Teuerungen der vergangenen Monate haben die Situation weiter zugespitzt. Der Betrieb eines solches Hauses ist aktuell nur möglich, weil wir als Caritas zusätzliche Eigenmittel einbringen. Daher freuen wir uns sehr über die nun beschlossene Sonder-Förderung, die einen Teil der angefallenen Mehr- und Zusatzkosten abdeckt“, so Karin Thallauer, Bereichsleiterin Pflege in der Caritas der Diözese St. Pölten.

„Bis 2030 werden 100.000 Pflege- und Betreuungskräfte fehlen. Jeder Beitrag, die drohende Pflegekatastrophe abzuwenden, sind mehr als erfreulich – und dringend nötig“, so Schwertner abschließend.

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)