AT: Corona – Mutanten-Stammbaum verrät Übertragungsketten und -Dosis

25. November 2020 | Covid19, News Österreich | 0 Kommentare

Wien (APA) – Wiener Forscher sequenzierten das Erbgut von 750 Coronavirus-Proben aus österreichischen Infektionsclustern. Daraus konnten sie „Übertragungs-Stammbäume“ rekonstruieren, die etwa aus zwei bisher getrennten Wien/Korneuburg Clustern einen zusammengehörenden machten. Zudem berechneten sie, dass im Schnitt 1000 Viren bei einer Infektion übertragen werden. Im Fachjournal „Science Translational Medicine“ berichten sie auch, dass sich die Viren in den Patienten verändern.

Ein Team um Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) nutzte die Ausbreitungsdaten (epidemiologischen Daten) der behördlichen Kontaktpersonennachverfolgung und sequenzierte die Coronaviren SARS-CoV-2 in den betroffenen Personen. So konnten sie Virus-Stammbäume erstellen und damit die Contact-Tracing Daten teilweise verbessern.

Nur ein Cluster

Man wusste zwar bei einem Cluster in Wien und Korneuburg schon sehr gut, wer wen angesteckt hat, und dass sich das Virus durch eine Infektionskette über eine Spinning-Klasse in einem Fitnesscenter (wo sich die Betroffenen gemeinsam in einem Raum auf Heimtrainern abstrampeln) ausgebreitet hat, sowie einen Kochkurs, Chöre, ein Begräbnis und Kindergeburtstagspartys, erklärte Bergthaler im Gespräch mit der APA. Außerdem gab es dazwischen immer wieder Infektionen innerhalb von Familienhaushalten. Die Forscher konnten an diesen Cluster allerdings einen zweiten Korneuburg/Wien Cluster dranhängen.

Den kompletten Artikel finden Sie unter: APA Science

Mit freundlicher Genehmigung der APA Science

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)