AT: Corona-Infektion wirkt sich negativ auf die Spermienqualität aus

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Pilot-Studie des Karl Landsteiner Instituts soll klären, ob sich die Spermienqualität nach COVID 19 positiv beeinflussen lässt. Männer zwischen 20 und 50 werden aufgerufen mitzumachen.

Wien (OTS) – Einige zuletzt veröffentlichte Studien über die möglichen Auswirkungen einer Corona-Infektion auf die Fruchtbarkeit von Männern deuten darauf hin, dass sich eine Corona-Erkrankung auf die Spermienqualität negativ auswirkt. Inwieweit und welche Langzeitschäden entstehen können, ist noch unklar.

Weiters beschäftigt die Wissenschaft der Umstand, dass männliche Unfruchtbarkeit möglicherweise im Zusammenhang mit einem schlechteren Gesundheitszustand insgesamt steht. So wurde in einer Vielzahl an zwischen 2006 und 2019 durchgeführten Studien[1]festgestellt, dass bei Männern mit schwer beeinträchtigter Spermienqualität ein höheres Risiko für Hodenkrebs, Darmkrebs und Melanomen besteht.

Tatsache ist, dass derzeit große Verunsicherung bei männlichen Patienten herrscht, die sich fragen, ob eine überstandene Corona-Infektion Ihre Fruchtbarkeit beeinflusst.

Dem Thema Covid-19 und Spermienqualität hat sich jetzt das renommierte Karl Landsteiner Institut für zellorientierte Therapie in der Gynäkologie angenommen.

Unter der Leitung von Prim. Univ. Prof. Dr. Martin Imhof und dem Vorstand der urologischen Abteilung des Landesklinikums Baden, Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl wurde eine Pilot-Studie konzipiert, die Aufschluss darüber geben soll, ob die Beeinträchtigung der Spermienqualität von Dauer oder vorübergehend ist, und ob sich die Spermienqualität unter einer Therapie verbessern lässt.

Studienleiter Imhof erläutert: „Dass Covid-19 negative Einflüsse auf die Spermienqualität hat, wurde bereits gezeigt. Wir wollen mehr über den Verlauf herausfinden und ob es Therapieoptionen für Corona positiv getestete Männer gibt. Konkret wollen wir klären, ob die Spermienqualität langfristig beeinträchtig ist und wenn ja, ob man dagegen etwas machen kann.“

Co-Studienleiter Riedl analysiert: „Männergesundheit ist ein Thema, das leider viel zu oft vernachlässigt wird. Mit dieser Studie werden wir spannende Erkenntnisse erhalten.“

Die Corona-Pilotstudie findet in Kooperation mit dem Unternehmen Lenus Pharma statt, das mit dem 6 -fach klinisch geprüften Produkt PROfertil® Weltmarktführer für Patienten mit männlicher Unfruchtbarkeit ist. Das Unternehmen wurde hierfür vor kurzem mit dem Österreichischen Exportpreis ausgezeichnet.
Unternehmensgründerin und CEO Brigitte Annerl über die Studien-Kooperation: „Es ist schwer genug, mit all den Unsicherheiten um die Folgen von COVID umzugehen. Es ist wichtig, Klarheit für Männer zu schaffen, damit die spätere Familienplanung oder Männergesundheit nicht durch diese Pandemie beeinträchtig wird.“

Männer zwischen 20 und 50 Jahren, die in den letzten 3 Monaten nachweislich eine Corona-Infektion hatten, und die in Familienplanung sind beziehungsweise mehr über ihren Gesundheitszustand nach überstandener Corona-Infektion wissen wollen, können an der Studie teilnehmen.
Die Studien-Zentren sind in Wien und Baden bei Wien. Studienteilnehmer erhalten zwei Untersuchungen, eine zu Studienbeginn und eine nach drei Monaten. Für die Untersuchungen selbst wird den Studienteilnehmern eine Blutprobe abgenommen, das für die Analyse notwendige Ejakulat wird am jeweiligen Zentrum abgegeben.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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