AT: Corona-Impfung und Schwangerschaft

9. Januar 2021 | Covid19, News Österreich | 0 Kommentare

Wien (OTS) – In vielen Ländern wurde mit dem Impfen gegen COVID-19 schon begonnen. Auch in Österreich ist das Impfprogramm schon angelaufen. Was müssen werdende Eltern beachten?

Die Impfung gegen Corona ist ein Durchbruch in der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie. Nur durch eine hohe Durchimpfungsrate kann eine sogenannte Herdenimmunität entstehen.

Wie sieht es jedoch bei Frauen aus, welche demnächst schwanger werden wollen bzw. schon schwanger sind? Sollen sie sich impfen lassen?

„Es gibt bisher keinerlei Hinweise, dass sich eine Corona-Impfung negativ auf die Fruchtbarkeit oder die Schwangerschaft auswirkt. Die internationalen Fachgesellschaften haben ihre Empfehlungen überarbeitet und empfehlen deshalb seit kurzem die Impfung auch für Frauen mit Kinderwunsch,“ erklärt Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger, ärztlicher Leiter des Wunschbaby Institut Feichtinger in Wien.

„Wir bekommen derzeit viele Fragen von Paaren, die demnächst ihren Kinderwunsch erfüllen möchten. Sie sind unsicher, ob sie sich gegen Corona impfen sollten,“ so der Kinderwunschexperte weiter. Aufgrund der Gefahr, in der Schwangerschaft an COVID zu erkranken überwiegen jedenfalls die Vorteile einer Impfung.

„Wir empfehlen den männlichen Partnern grundsätzlich die Impfung. Somit schützen sie auch ihre schwangere Partnerin und können sie nicht mit dem gefährlichen Virus anstecken,“ erklärt Feichtinger die Vorteile einer Corona Impfung. „Frauen, die sich impfen lassen wollen, wird hingegen empfohlen, sich vor einer Schwangerschaft impfen zu lassen. Bei schwangeren Frauen die aufgrund von ihrem Job oder von zusätzlichen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko einer Corona-Infektion haben, wird jedoch empfohlen sich impfen zu lassen.“ sagt Feichtinger. Entsprechende Empfehlungen wurden vom Royal College of Obstetrics and Gynecology in Großbritannien und dem Center for Disease Control in den USA abgegeben. In beiden Ländern wird bereits breitflächig geimpft.

„Schwangere Frauen, die sich momentan nicht impfen lassen können, würden besonders von der „Herdenimmunität“ profitieren. Wir hoffen deshalb auf eine möglichst hohe Durchimpfungsrate, um so auch ungeborene Kinder indirekt vor den Folgen einer mütterlichen Corona-Infektion zu schützen,“ so Feichtinger abschließend.

Quellen:

https://www.rcog.org.uk/en/guidelines-research-services/guidelines/coronavirus-pregnancy/covid-19-virus-infection-and-pregnancy/#vaccines

https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/950113/jcvi-advice-on-priority-groups-for-covid-19-vaccination-30-dec-2020-revised.pdf

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/vaccines/recommendations/pregnancy.html

Autor:in

  • Markus Golla

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)