AT: Core Facility am Campus Krems eröffnet

(c) Skokanitsch Fotografie

Neue gemeinsame Forschungsinfrastruktur von Donau-Universität Krems, Karl-Landsteiner Privatuniversität und IMC Fachhochschule Krems ermöglicht zukunftsweisende Forschung

Krems an der Donau (OTS) – Mit einem Festakt unter Anwesenheit von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wurde die Core Facility am Campus Krems am 9. Oktober eröffnet. Großgeräte am letzten Stand der Technik stehen an zwei Standorten am Campus Krems für Forschung in den Feldern Bioimaging und Zellanalytik sowie Biomechanik und Tissue Engineering zur Verfügung. Genutzt wird die von Land Niederösterreich, NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) mit rund 3,2 Millionen Euro finanzierte neue Forschungsinfrastruktur von der Donau-Universität Krems, der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und der IMC Fachhochschule Krems. Sie soll eine Erweiterung des Methodenspektrums ermöglichen und die bestehende Anbindung an die internationale medizinische Forschung unterstützen.

„Die Eröffnung der Core Facility Krems steht für die immensen Chancen, die gute Zusammenarbeit bergen kann und gerade der Campus Krems ist ein Ort der gelebten Zusammenarbeit“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Mit der Core Facility stehen der human- und biomedizinischen Forschung der drei Hochschulen am Campus Krems ein in seiner Art in Österreich einzigartiges Elektronenmikroskop mit einer Auflösung von 4 Nanometern, ein konfokales Laser Scanning Mikroskop, ein Durchflusszytometer, ein Nanoparticle Tracking Analysis-Gerät, ein Bioanalyzer, statische und dynamische Materialprüfmaschinen, Gewebeaufbereitungsgeräte, eine CNC Portalfräse und ein MicroCT System zur Verfügung.
„Die Core Facility ermöglicht es den WissenschaftlerInnen, ihre Forschungsprojekte mit einer Vielzahl von Methoden umzusetzen, die für die einzelnen Institutionen nicht leistbar wäre“, so Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber, Vizerektorin für Forschung an der Donau-Universität Krems über die gelungene Zusammenarbeit der drei Hochschulen Donau-Universität Krems, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und IMC Fachhochschule Krems. Die neue Infrastruktur, so die Vizerektorin weiter, befördere auch die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, den wissenschaftlichen Austausch, die Entwicklung neuer Forschungsfelder und die noch bessere Überführung von Erkenntnissen in Anwendungen für die Praxis zusammen mit weiteren Institutionen. So könne Innovation entstehen, sagte Weber.

Rektor der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mallinger, betonte in seiner Eröffnungsrede: „Die Core Facility ist eine wunderbare Einrichtung für den Aufbau der Forschungsaktivität der noch jungen Karl Landsteiner Privatuniversität. Sie hat aber vor allem unschätzbare Bedeutung für die enge Zusammenarbeit der Einrichtungen am Campus.“

Mag. Ulrike Prommer, Geschäftsführerin der IMC Fachhochschule Krems: „Mit der Eröffnung der Core Facility am Campus Krems wird die Zusammenarbeit der Campus Institutionen in Lehre und angewandter Forschung weiter gestärkt. Wir sind sehr froh und dankbar, dass diese lange geplante Kooperation mit der Unterstützung des Landes Niederösterreich realisiert werden konnte und für unser aller Studierende und Lehrende auf einem starken Fundament steht. Die Zusammenarbeit der Campus Hochschulen ermöglicht es, innovative und kreative Forschungsideen durch den regen Austausch in einem wissenschaftlichen Kontext praxisnah und somit erfolgreich weiterzuentwickeln. Die gemeinsame Nutzung von up-to-date-Infrastruktur ist hierfür essentiell und unerlässlich.“

Zwei Standorte, gemeinsame Nutzung

Die neuen Großgeräte werden vor allem den beiden Forschungsfeldern Bioimaging und Zellanalytik sowie Biomechanik und Tissue Engineering zugutekommen. Sie befinden sich an zwei Standorten am Campus und ergänzen die Ausstattung des Biomedizinischen Labors an der Donau-Universität Krems und das Labor der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften. Alle Geräte werden gemeinsam von WissenschafterInnen der drei Hochschulen genutzt und stehen auch externen Partnern zur Verfügung.

Inflammation und Materialverträglichkeit als Querschnitt

Inflammation, also der Bereich Entzündungen, ist ein Querschnittsthema, zu dem alle drei an der Core Facility beteiligten Einrichtungen mit verschiedenen Zugängen arbeiten. Sepsis-Therapie, der Kontakt von Gewebe mit Biomaterialien, sowie Themen der Regenerativen Medizin bilden dabei die Schwerpunkte. Weitere Querschnittsmaterie: Der Test von Biomaterialien auf ihre Verträglichkeit für den klinischen Einsatz. Forschungen sollen hier zeigen, ob Unverträglichkeiten oder Entzündungen in Geweben entstehen könnten.

Geräte eröffnen neues Methodenspektrum und sichern Wettbewerbsfähigkeit

Mit der neuen Geräteausstattung am Campus Krems kann die Forschung an den drei Hochschulen am Campus Krems ihr Spektrum an Methoden deutlich erweitern. Der Einsatz neuer Analysemethoden sowie Visualisierungen im Bioimaging und in der Zellanalytik erlauben neue Fragestellungen. Das in der Biomechanik eingesetzte MicroCT ermöglicht eine zerstörungsfreie Materialprüfung, die neue Laborausstattung an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften ist in dieser Zusammenstellung in Österreich einzigartig.

Die neue Core Facility stellt damit auch die Basis für eine Publikationstätigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse auf höchstem Niveau sicher. Gleichzeitig fördert sie den wissenschaftlichen Nachwuchs, der sich am Campus Krems mit den neuesten medizinwissenschaftlichen Methoden vertraut machen kann.

Anschluss an internationale Spitzenforschung

„Mit seiner Förderung der Core Facility hat das Land Niederösterreich nicht nur eine Forschungsinfrastruktur am letzten Stand der Technik geschaffen, sondern auch den Anschluss der am Campus Krems angesiedelten Hochschulen an internationale Spitzenforschung und EU-geförderte Forschungsprojekte sichergestellt“, sagte Mag. Friedrich Faulhammer, Rektor der Donau-Universität Krems anlässlich der Eröffnung der Core Facility. Weiters hob Faulhammer die gelungene Zusammenarbeit der drei beteiligten Hochschulen hervor. Die Donau-Universität Krems als öffentliche Universität, die Karl Landsteiner Privatuniversität sowie mit der IMC Krems eine Fachhochschule hätten sich erfolgreich zusammen getan, eine gemeinsame Forschungsinfrastruktur zu realisieren. „Diese Investition stärkt die Forschung am Wissenschaftsstandort Krems“, so Faulhammer.

Baustein der FTI-Strategie Niederösterreichs

Die Core Facility ist eine konkrete Umsetzung der niederösterreichischen FTI-Strategie. Die Core Facility wurde aus Mitteln des Forschungs-, Technologie- und Innovationsprogramms Niederösterreich und des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) errichtet.

Markus Golla
Über Markus Golla 3184 Artikel
Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Lehrer und Vortragender im Bereich Gesundheit- und Krankenpflege, Kommunikation & Projektmanagement, Pflegewissenschaft BScN (Absolvent UMIT/Wien), Kommunikationstrainer & Incentives-Experte, Masterstudent Pflegewissenschaft (UMIT/Hall)

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