AT: Bushaltestelle mitten im Klinikum Tulln für Demenzpatient:innen

Das Projektteam im „Demenzgang“ der Erwachsenenpsychiatrie „EP2“ im Universitätsklinikum Tulln (3.v.l. Stationsleitung DGKP Angelika Friedel, 3.v.r. Haustechnikleiter Ing. Paul Gutmann, BSc).

Klinikum Tulln – In Reaktion auf die steigenden Zahlen an Patient:innen mit Demenz und den daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten wurde von Stationsleitung DGKP Angelika Friedel, DGKP Simone Höfling und Therapeutin Antonia Kraft, BSc auf der Erwachsenenpsychiatrie (Station EP2) das Projekt „demenzfreundliche Station“ ins Leben gerufen.

Die baulichen Gegebenheiten geben Patient:innen nun die Möglichkeit, dem vorhandenen Bewegungsdrang kontrolliert Raum zu geben, ohne den sicheren Bereich der Station zu verlassen. In einem Zwischengang wurde nun der ideale Rückzugsort für Menschen mit Demenz gefunden und eingerichtet.

Inspiriert durch ähnliche Modelle in Langzeiteinrichtungen fiel die Entscheidung auf einen beruhigenden Bereich im Sinne einer Busstation im Wald. Das Team der Haustechnik realisierte diese Idee mit einer Hintergrundfolie in Waldoptik, einer Parkbank sowie einer Haltestellenkennzeichnung. Gezwitscher aus einem Vogelhaus sowie Duft, der in regelmäßigen Abständen versprüht wird, soll den Patient:innen das Gefühl vermitteln, in der Natur zu sitzen.

Erste Erfolge waren bereits eine Woche nach Inbetriebnahme sichtbar – der Bereich wurde gut angenommen, die Patient:innen fühlten sich wohl. Das Projektteam bedankte sich bei der Klinikleitung, Bereichsleiter DGKP Erwin Steiner, Haustechnikleiter Ing. Paul Gutmann, BSc und dessen gesamten Team für ihre Unterstützung und die rasche Realisierung.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)