AT: Bundesjugendvertretung: Rasche Impfung für alle Jugendlichen!

(C) Markus Golla

Die BJV spricht sich für eine österreichweite Freischaltung der Coronavirus-Impfung für Jugendliche aus.

Wien (OTS) – Im letzten Jahr war von Kindern und Jugendlichen viel Rücksichtnahme gefragt. Die Bundesjugendvertretung (BJV) betont, dass es jetzt an der Zeit ist, ihnen auch aussichtsreiche Perspektiven zu geben: „Da die Schutzmaßnahmen österreichweit immer mehr gelockert werden können, muss es auch rasch für junge Menschen die Möglichkeit geben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Gleichzeitig muss weiterhin ein kostenloses und niederschwelliges Testangebot gewährleistet sein. Sonst sind Kinder und Jugendliche einem deutlich größeren Gesundheitsrisiko ausgesetzt“, betont BJV-Vorsitzender Julian Christian.

In einigen Bundesländern sei die Impfung für Jugendliche schon gut angerollt, andere hätten bei der Freischaltung der Impftermine für Junge noch Nachholbedarf, so der Vorsitzende, der betont, dass Jugendliche ab 14 Jahren selbst entscheiden können, ob sie sich impfen lassen möchten: „Um eine Impfentscheidung treffen zu können, braucht es unbedingt den Zugang zu jugendgerechten Informationen in allen Bundesländern. Jugendliche und ihre Familien dürfen damit nicht allein gelassen werden.“

Da der volle Impfschutz nicht sofort eintritt, dränge die Zeit bereits: „Die Sommerferien stehen vor der Tür und auch Jugendliche haben es sich verdient, unbeschwert die nächsten Wochen zu genießen. Dass ihre psychische Gesundheit in den letzten Monaten enorm gelitten hat, belegen zahlreiche Studien“, erklärt Christian.

Auch sei ein Impfschutz von jungen Menschen hinsichtlich Schul- und Unibeginn wichtig: „Wir müssen jetzt schon dafür Sorge tragen, dass es nicht mehr zu Schulschließungen kommt, indem junge Menschen rechtzeitig geimpft werden. Weitere Monate im Home Schooling können vielen Jugendlichen einfach nicht mehr zugemutet werden. Deshalb müssen jetzt Schritte gesetzt werden, damit Schule und Uni im September wieder regulär starten können. Die Impfung von Jugendlichen ist ein wichtiger Teil davon. Besonders die Bundesländer, die schlechte Durchimpfungsraten haben, sind jetzt in der Pflicht, die Impfpriorisierung aufzuheben und jungen Menschen Zugang zur Impfung zu ermöglichen“, so Christian abschließend.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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