AT: Budget – SPÖ-Muchitsch: „Kurz-Regierung verschärft Pflegenotstand“

SPÖ legt seit 2018 Lösungen und Konzepte gegen Pflegenotstand vor

Josef Muchitsch (SPÖ)

Als „Schlag ins Gesicht der pflegenden Angehörigen und ihrer Familien“ bezeichnet SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch den Bericht in der heutigen „Kronenzeitung“, wonach im kommenden Budget der türkis-grünen Regierung kein Cent zusätzlich für die Pflege veranschlagt ist. „Der Pflegenotstand ist schon jetzt bittere Realität und wird sich nun zusätzlich verschärfen. Die Regierung lässt die hunderttausenden betroffenen Familien und die Beschäftigten in der Pflege einfach im Stich. Die zwei Milliarden Euro, die so dringend für die Pflege gebraucht würden, gibt Kurz lieber seinen Großspendern mittels der geplanten KÖSt-Senkung“, zeigt sich Muchitsch entsetzt. „Die SPÖ beweist im Gegensatz zur Regierung ihre soziale Verantwortung und legt seit 2018 Konzepte und Lösungen für das Problem vor. Das beginnt bei bundesweit einheitlichen Pflegeservicestellen, einem Pflegegarantiefonds, finanziellen Anreizen für Umschulungen, mehr Ausbildungsplätzen und geht bis zu 1.700 Euro Gehalt während der Ausbildung analog zu den Polizeischüler*innen“, erklärte Muchitsch. ****

„Wir werden zum Glück immer älter. Das bedeutet aber, dass sich der Pflegenotstand immer mehr verschärft. Im Jahr 2050 werden 750.000 Menschen auf Pflegeleistungen angewiesen sein. Gleichzeitig fehlen uns in den nächsten 10 Jahren 100.000 Pflegekräfte. Wir müssen daher ab sofort auf Hochdruck Pflegekräfte ausbilden und dafür auch Geld in die Hand nehmen. Die Ausbildung zur Pflegekraft muss nicht nur kostenfrei sein, sondern auch fair entlohnt werden. Das sollte uns die soziale Sicherheit in Österreich wert sein. Doch das ist sie dem Kanzler und seiner Regierung offensichtlich nicht“, stellt Muchitsch klar. „Seit dem Frühjahr 2018 kündigt Kurz eine große Pflegereform an. Aber außer dem x-ten Startschuss mit großer Show ist nichts passiert und wie wir jetzt wissen, wird weiterhin nichts passieren“, so der SPÖ-Sozialsprecher.

Autor:in

  • markus

    Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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