AT: Brustkrebs-Früherkennung durch 3D-Technologie noch sicherer

Goldenes Kreuz Privatklinik: Tomosynthese statt konventioneller Mammografie

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Bei der Tomosynthese beurteilen wir Schichtaufnahmen und nicht zwei Röntgenbilder pro Brust, wie bei der konventionellen Mammografie. Das verbessert die diagnostische Genauigkeit um bis zu 50 Prozent. Univ.-Dozent Dr. Jantsch, Leiter der Röntgenordination im Goldenen Kreuz

Wien, (OTS) – Tomosynthese und Elastografie sind die derzeit modernsten Verfahren in der bildgebenden Diagnostik zur Brustkrebs-Früherkennung. Beide Technologien kommen im Brustgesundheitszentrum des Goldenen Kreuzes zum Einsatz. Hier steht die dreidimensionale Tomosynthese auch allen sozialversicherten Frauen im Rahmen des österreichweiten Früherkennungsprogramms zur Verfügung.

Bei der Tomosynthese beurteilen wir Schichtaufnahmen und nicht zwei Röntgenbilder pro Brust, wie bei der konventionellen Mammografie. Das verbessert die diagnostische Genauigkeit um bis zu 50 Prozent“, informiert Univ.-Dozent Dr. Jantsch, Leiter der Röntgenordination im Goldenen Kreuz. „Das heißt konkret, dass mit dieser 3D-Technologie um rund ein Drittel mehr bösartige Tumore entdeckt werden und es um fast 15 Prozent weniger falsch positive bzw. falsch negative Befunde gibt.“

Weitere Vorteile der Tomosynthese mit C-View-Technologie, wie sie im Goldenen Kreuz bei jeder „Mammografie“ zum Einsatz kommt, sind neben der hohen Detektionsrate auch eine verbesserte Lokalisationsdiagnostik und eine geringere Strahlenbelastung. Da weniger Druck auf die Brust ausgeübt werden muss, empfinden sie die meisten Frauen auch als angenehmer.

Elastografie statt Biopsie

Jeder Tomosynthese folgt eine Ultraschall-Untersuchung durch die erfahrenen Radiologen des Brustgesundheitszentrums. Zur besseren Erkennbarkeit von Gewebe kann auch die Elastografie, ein neues bildgebendes Verfahren, eingesetzt werden. Bei dieser wird der Ultraschallkopf mit leichter Druckausübung über das diffuse Gewebe navigiert. Eine entsprechende Software färbt dieses auf den Bildern seiner Elastizität entsprechend ein. Dunkelblau sind harte Stellen, die weiter abgeklärt werden müssen, denn Tumorgewebe ist häufig fester und derber als gesundes Gewebe. Vorteil dieser modernen Ultraschall-Methode ist, dass damit unnötige Gewebeentnahmen (Biopsien) vermieden werden können.

Einzige Privatklinik Österreichs mit Kontrast-Mammografie

Die Kontrast-Mammografie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem neu gebildete Blutgefäße sichtbar gemacht werden können. Zur Abklärung von verdächtigen Tumoren werden zwei Bilder der Brust mit unterschiedlichen Aufnahme-Parametern gemacht. Auf einer Aufnahme ist das Kontrastmittel abgebildet, sodass durch digitalen Vergleich Veränderungen besser beurteilt werden können.

Manche Tumore wachsen im Bereich der Milchgänge und sind oftmals durch Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze erkennbar. Da sich aus diesen Papillomen sehr schnell Krebs entwickeln kann, ist es wichtig, sie in einem frühen Stadium zu erkennen. Dafür ist es notwendig, den betroffenen Milchgang mit Kontrastmittel zu füllen. Auch dabei ist die Darstellung mit Hilfe der „Subtraktionstechnik“ eine wesentliche Verbesserung.

Die Röntgenordination im Goldenen Kreuz bietet derzeit als einzige Privatklinik Österreichs diese beiden Kontrast-Methoden an.

Zertifiziertes Brustgesundheitszentrum des Goldenes Kreuz Privatklinik

Im Brustzentrum des Goldenen Kreuzes werden jährlich rund 9000 Frauen untersucht. Jeden Befund begutachten zwei erfahrene Radiologen. Zeigt sich ein Karzinom, so erfolgt im Rahmen des Tumorboards eine fächerübergreifende Besprechung jeder Patientin. An diesem wöchentlich stattfindenden Consilium nehmen Gynäkologen, Chirurgen, Onkologen Radiologen, Radioonkoloen, Histologen, u.a. teil, um die weitere Behandlung interdisziplinär zu planen.

„Beim Brustscreening haben wir im vergangenen Jahr, also von Oktober 2016 bis September 2017, bei 279 Frauen Verdachtsmomente gefunden. Sie wurden durch eine MR- Untersuchung oder Biopsie weiter abgeklärt“, informiert Radiologe Dr. Andreas Brezina, Leiter des Brustgesundheitszentrums: „Heuer wurden bisher 123 Mamma-Karzinome operativ entfernt.“

2011 war das Goldene Kreuz die erste Privatklinik Österreichs mit einem zertifizerten Brustzentrum. Im 3-Jahres-Rhythmus unterzieht es sich seither den Audits von Doc-Cert, einer unabhängigen Experten-Kommission aus der Schweiz. „Soeben haben wir die zweite Re-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen, was uns sehr freut und belegt, dass wir hier Brustkrebs nach international anerkannten Qualitätskriterien behandeln“, so der Leiter des Brustgesundheitszentrums im Goldenes Kreuz Privatklinik.

Goldenes Kreuz Privatklinik: Beliebte Geburtsklinik

Das Goldene Kreuz ist Österreichs führende Privatklinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Brustgesundheit. Neben modernster Diagnostik sind Chirurgie und Innere Medizin als Schwerpunkte etabilert. Jährlich kommen hier fast 1500 Kinder zu Welt.
Das Tradtionshaus besteht seit 1919 und wird als Belegspital geführt. Seit 2016 hält die
PremiQaMed Group 75 Prozent der Klinik-Betreibergesellschaft, die weiteren 25 Prozent befinden sich im Eigentum der Österreichischen Gesellschaft vom Goldenen Kreuze.

PremiQaMed Group

Die PremiQaMed Group wurde 1991 gegründet, ist heute ein führender Betreiber privater Gesundheitsbetriebe in Österreich und eine 100-prozentige Tochter der UNIQA Österreich Versicherungen AG. Rund 1.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Unternehmensverbund tätig. Stabilität und Verlässlichkeit zeichnen das Unternehmen aus, das sich seit vielen Jahren auf Wachstumskurs befindet. PremiQaMed steht für nachhaltig erfolgreiche, innovative und verantwortungsvolle Führung von Gesundheitseinrichtungen mit Fokus auf Top-Qualität und Spitzendienstleistung.

Autor:in

  • Studiengangsleiter "GuK" IMC FH Krems, Institutsleiter Institut "Pflegewissenschaft", Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaft BScN (Umit/Wien), Pflegewissenschaft MScN (Umit/Hall)

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